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Ermittlungen nach Explosion Nach Stadionbrand: Chemische Gemische in Kluftern vernichtet

Nach dem Stadionbrand in Friedrichshafen mit rund 100.000 Euro Schaden fand die Polizei weitere chemische Gemische. Diese wurden in der Nähe von Kluftern kontrolliert vernichtet.

Lesezeit 2 Minuten
Feuerwehrfahrzeuge, Rettungswagen und Einsatzkräfte mit Blaulicht vor der ZF Arena in Friedrichshafen bei Nacht.
Großeinsatz an der ZF Arena in Friedrichshafen: Nach einem Brand mit rund 100.000 Euro Sachschaden ermittelt die Polizei gegen drei Tatverdächtige. (Bild: Reinert / SÜDFOTO24)

Nach dem Brand eines ehemaligen Stadiongebäudes in Friedrichshafen haben Ermittler weitere chemische Gemische entdeckt. Spezialkräfte des Landeskriminalamts mussten diese am Samstagnachmittag kontrolliert vernichten. Zuvor waren drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 21 Jahren vorläufig festgenommen worden.

Passanten hatten in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen Mitternacht Flammen an einem ehemaligen Stadiongebäude in der Straße „Am Sportpark“ bemerkt und die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei rückten mit einem Großaufgebot an. Das Feuer hatte sich auf der Südseite des Gebäudes im Erdgeschoss und im Obergeschoss ausgebreitet. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

Die Feuerwehr brachte den Brand zügig unter Kontrolle. Kurz nach 1.30 Uhr waren die Löscharbeiten beendet.

Drei Tatverdächtige nach Explosion festgenommen

Erste Ermittlungen am Brandort und Zeugenaussagen erhärteten den Verdacht, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Bei einer Fahndung, an der neben dem Polizeirevier Friedrichshafen auch die Bundespolizei beteiligt war, nahmen die Beamten drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 21 Jahren in unmittelbarer Nähe des Brandorts vorläufig fest.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll das Trio einen Sprengkörper selbst hergestellt haben. Einer der Verdächtigen soll diesen durch ein Fenster in das Stadiongebäude geworfen haben. Der Sprengkörper explodierte und löste das Feuer aus.

Ein weiterer selbst hergestellter Sprengkörper wurde nach Angaben der Polizei wenig später von der Gruppe in einen Mülleimer im Riedlewald geworfen. Auch dieser explodierte.

Weitere chemische Gemische in Garage entdeckt

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Polizeibeamte eine Garage in Friedrichshafen-Kluftern, die von dem 17-jährigen Tatverdächtigen genutzt wurde. Dabei entdeckten sie weitere chemische Gemische.

Die Ermittler zogen daraufhin Experten der Feuerwehr sowie Spezialisten für die Entschärfung und Beseitigung explosionsgefährlicher Stoffe des Landeskriminalamts hinzu. Diese bewerteten eine kontrollierte Vernichtung der selbst hergestellten Gemische als unausweichlich.

Straßensperrungen und kontrollierte Vernichtung

Am Samstagnachmittag wurden die Anwohner im Ortsgebiet Kluftern über den bevorstehenden Einsatz informiert. Sie wurden gebeten, ihre Häuser während der Maßnahme nicht zu verlassen.

Die Immenstaader Straße, die Markdorfer Straße und der Hohe Weg mussten kurzzeitig gesperrt werden.

Spezialkräfte des Landeskriminalamts vernichteten die chemischen Gemische anschließend kontrolliert auf einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen Kluftern und Markdorf. Nach Angaben der Polizei verlief die Maßnahme problemlos.

Kriminalpolizei ermittelt weiter

Die drei deutschen Tatverdächtigen befinden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß, da nach Angaben der Polizei keine Fluchtgefahr besteht.

Die Kriminalpolizei Friedrichshafen ermittelt gegen das Trio wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Ermittlungen dauern an.

(Quelle: Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Ravensburg)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
02.11.2026, 08:48 Uhr

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