Nach der Explosion auf der Müllumladestation in Überlingen, bei der ein Mitarbeiter schwer verletzt wurde, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Nun gibt es neue Erkenntnisse zur Herkunft der explodierten Gegenstände.
Am Freitag, 18. September, waren auf dem Gelände der Müllumladestation Füllenwaid in Überlingen pyrotechnische Signalmittel und militärische Alarmleuchtkörper explodiert. Ein Mitarbeiter erlitt dabei schwere Verletzungen und musste vom Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht werden.
Neue Erkenntnisse: Signalmittel illegal entsorgt
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurden die pyrotechnischen Signalmittel und militärischen Alarmleuchtkörper am Freitag zwischen 11 und 12 Uhr illegal in einem Altmetallcontainer auf dem Gelände der Müllumladestation entsorgt.
Gegen 12.15 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu dem Gelände alarmiert. Da weitere Explosionen nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde die Müllumladestation vorsorglich geräumt.
Die Feuerwehr Überlingen war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Restliche Leuchtkörper kontrolliert gesprengt
Unter Hinzuziehung eines Entschärfers des Landeskriminalamts wurden die restlichen Leuchtkörper auf dem Gelände kontrolliert gesprengt.
Nachdem weitere Gefahren ausgeschlossen werden konnten, wurde die Müllumladestation wieder freigegeben.
Kriminalpolizei sucht nach Zeugen
Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Gesucht werden Personen, die am Freitag, 18. September, zwischen 11 und 12 Uhr auffällige Beobachtungen am Altmetallcontainer auf dem Gelände der Müllumladestation gemacht haben.
Auch Personen, die Hinweise zur Herkunft der illegal entsorgten militärischen Signal- und Alarmleuchtkörper geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Friedrichshafen unter der Telefonnummer 07541/701-0 zu melden.




