Vorsicht: Betrügereien beim Autokauf und -verkauf im Internet

Vorsicht: Betrügereien beim Autokauf und -verkauf im Internet
Kein Bild vorhanden. (Bild: Wochenblatt)

Der Kauf von Autos im Netz ist schnell und einfach erledigt. Ein paar Klicks und man ist stolzer Besitzer eines neuen PKW. Bei allzu gutklingenden Angeboten sollte man aber vorsichtig sein. Oft locken Betrüger mit Fake-Inseraten. Große Vorsicht gilt auch beim Verkauf. So können Sie sich schützen.

Der Onlinehandel boomt nach wie vor. Viele kaufen nicht nur die neuesten Düfte oder Markenjeans, es werden natürlich auch Autos gehandelt. Gerade der Fahrzeugkauf über bestimmte Plattformen ist zunehmend hoch im Kurs. Das macht diesen „Marktplatz“ laut Polizei zu einem attraktiven Tummelplatz für Betrüger. Fake-Inserate und falsche Angaben sind keine Seltenheit.

Nie auf ein Treuhandkonto überweisen

Der ADAC rät: Leisten Sie keine Anzahlungen, und seien Sie hellhörig bei Überweisungen an angeblich sichere Treuhandkonten – das sind die häufigsten Betrügereien.

Die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ (ISAK) soll zeigen, worauf Kunden beim Autokauf und -verkauf achten sollten und wie man betrügerische Anzeigen schnell erkennt.

Besonders hochwertige Fahrzeuge, insbesondere Classic Cars, sind ein beliebtes Ziel von Diebstählen. So nutzen Kriminelle die An- und Verkaufsplattformen oder auch Oldtimer-Foren und durchsuchen die Angebote nach hochpreisigen Fahrzeugen.

Gemeinsam stark gegen Betrugsmaschen

Die Fahrzeugmärkte Autoscout24 und mobile.de sowie Kleinanzeigen und der ADAC bieten gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes konkrete Hilfestellungen für den digitalen Kaufprozess.

So wird beispielsweise anhand eines „Musterkaufs“ der gesamte Ablauf veranschaulicht und alle relevanten Dokumente erläutert sowie Musterformulare zum Download angeboten. Ergänzend werden die gängigen Betrugsmaschen aufgezeigt und Hinweise gegeben, wie in kritischen Situationen oder bei Betrugsverdacht richtig gehandelt werden kann.

Tipps des ADAC  

  • Schriftlichen Kaufvertrag schließen: Beim ADAC gibt es Musterkaufverträge. Sie helfen, alles Wesentliche festzuhalten.
  • Nicht unter Druck setzen lassen: Lassen Sie sich nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen. Das könnte ein Anhaltspunkt dafür sein, dass ein Angebot nicht seriös ist.
  • Auto abmelden: Melden Sie Ihr Auto vor dem Verkauf ab. Sonst haften Sie weiter für die Versicherungsprämie und Kfz-Steuer, wenn der Käufer den Wagen nicht ummeldet.
  • Lange Anfahrten: Vermeiden Sie eine lange Anfahrt zum Käufer bzw. der Käuferin. Es besteht das Risiko, dass der Käufer bzw. die Käuferin vor Ort den Preis drücken will. Unter Umständen geben Sie sich mit einem zu niedrigen Kaufpreis zufrieden, damit Sie die Fahrt nicht umsonst unternommen haben.

Online-Plattformen wie AutoScout24 und mobile.de dienen lediglich der Kontaktvermittlung, weswegen es in den meisten Fällen keine Absicherung hinsichtlich der Identität der Anbieter, deren Seriosität oder der eingestellten Inserate gibt. Aus diesem Grund sollte man Vorsicht walten lassen und als Käufer auf keinen Fall Vorauszahlungen tätigen.

Die Polizei rät: Prüfen Sie Dokumente sorgfältig. Eine weitere gängige Betrugsmethode sind gefälschte Dokumente und Unterlagen. Sie sind meist kaum von den Originalen zu unterscheiden. Daher ist es als Käufer besonders wichtig, Dokumente vor dem Kaufabschluss ausreichend zu prüfen, sich die Originaldokumente vom Verkäufer vorlegen zu lassen und die dort enthaltenden Informationen mit dem besichtigten Auto (z.B. der Fahrzeugidentifikationsnummer) abzugleichen. 

Gestaltung der Verkaufsanzeige

  • Geben Sie in der Anzeige keine Informationen zum genauen Standort (Adresse) des Fahrzeuges an. Achten Sie auch bei den Bildern auf eine neutrale Umgebung ohne Anhaltspunkte zur Örtlichkeit und machen Sie die Kennzeichen unkenntlich.
  • Gehen Sie nicht auf Nachfragen zum Stellplatz oder den Sicherungsvorrichtungen des Fahrzeuges ein.
  • Wählen Sie bei der Übergabe des Fahrzeuges einen neutralen, aber belebten Ort. Lassen Sie sich zur Übergabe von einer Ihnen vertrauten Person begleiten.

Weitere Informationen gibt es bei der polizeilichen Kriminalprävention oder beim ADAC.

(Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention, ADAC)