Bis zu 15.000 Kubikmeter Fels möglich Drohender Steinschlag an der Säntis-Nordwand

Drohender Steinschlag an der Säntis-Nordwand
Aufgrund eines instabilen Felsbereichs an der Säntis-Nordwand herrscht auf Teilen der Schwägalp derzeit erhöhte Steinschlaggefahr. (Bild: Appenzell Ausserrhoden)

Letzte Woche entdeckte ein Pilot am Säntis (CH) Auffälligkeiten aus der Luft. Geologen bestätigten danach eine drohende Gefahr durch Steinschlag auf der Schwägalp. Die Rede ist von rund 15.000 Kubikmetern Gestein.

Der Säntis mit seinen 2.502 Metern Höhe ist der höchste Berg in der Ostschweiz und der imposante Hausberg der Bodenseeregion. Jetzt droht ein Felsabsturz aus einer Steilwand. Wie es in einer Kantonsmitteilung heißt, befindet sich das gefährdete Gebiet rund einen Kilometer von der Schwägalp entfernt. Im potenziellen Gefahrenbereich liegt die Kiesgrube Siebenhütten. Deren Betrieb wurde deshalb sofort eingestellt und der Zugang abgesperrt, ebenso die Straße unterhalb der Felswand. Die Sperrung betrifft auch Fußgänger.

Steinschlag könnte Schwägalp erreichen

Die Behörden veranlassten eine Expertise durch Geologen. Nach deren Beurteilung ist der betreffende Felsbereich absturzgefährdet und ein Sturzereignis könnte die Schwägalp erreichen. Die Rede ist von rund 15’000 m3 instabilem Fels. 15.000 Kubikmeter Geröll würden beispielsweise ein normales Fußballfeld (105 Meter in der Länge und 68 Meter in der Breite) komplett bedecken – mit einer Schicht von rund 2,10 Metern Höhe.

Wanderer werden um Vorsicht gebeten

Die Schwägalp (1350 m) ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Touren am Säntis. Die Säntis-Schwebebahn selbst ist aktuell nicht in Betrieb, weil dort die Bauarbeiten für eine neue Bahn laufen.

Keine Einschränkungen gibt es für den offiziellen Wanderweg zwischen Schwägalp und Siebenhütten. Er liegt außerhalb des Gefahrenbereichs und kann normal begangen werden. Die Behörden appellieren an die Eigenverantwortung der Wanderer. Verbote seien einzuhalten, die offiziellen und sicheren Wege dürften nicht verlassen werden. Mehr unter ar.ch.

(Quelle: Appenzell Ausserrhoden)