Nachostkonflikt: Die Drahtzieher sitzen im Kreml und Iran – Ein Kommentar

Nachostkonflikt: Die Drahtzieher sitzen im Kreml und Iran – Ein Kommentar
Kein Bild vorhanden. (Bild: Wochenblatt)

Mit dem Überfall der Hamas-Terroristen auf Israel wurde die Lunte an einem hochexplosiven Pulverfass entzündet. Dass die Hamas-Kämpfer keine Gnade kennen, zeigten sie überdeutlich. Ganze Familien wurden genauso grausam hingerichtet, ebenso wie die Jugendlichen, die bei einem Festival einfach nur feiern wollten. Die entführten Geiseln, darunter Kinder, werden jetzt wohl als menschliche Schutzschilde oder „Verhandlungsmasse“ eingesetzt.

Dass die Sicherheitsorgane der Israeli am vergangenen Wochenende ebenso versagten, wie der Geheimdienst Mossad, ist unstrittig. Es stellt sich aber die Frage: Woher hatte die Hamas tausende Raketen, die im Dauerfeuer auf Israel abgefeuert wurden? Es ist wohl keine Fehlannahme, dass diese Aufrüstung über Teheran erfolgte. Die Mullahs sind erklärter Feind der Israeli und wohl zu allem bereit, was diesem Staat schadet.

Die Iraner wollen Israel isolieren und ihre diplomatischen Annäherungen an andere arabische Staaten unterbinden. Gleichzeitig schaffen sie ein brandgefährliches Krisengebiet, das sich allzu leicht ausdehnen kann. Sollte die ebenfalls von Iran hochgerüsteten Hisbollah-Milizen aus dem Libanon heraus in das Kriegsgeschehen eingreifen, besteht die Gefahr einer unkalkulierbaren Eskalation. Nicht auszuschließen, dass dies zu indirekten Angriffen zwischen den Haupt-Parteien, also Israel und Iran führt.  

Kaum vorstellbar, dass Putin seine Finger nicht im Spiel hat. Der Iran hat nicht erst seit des Ukraine-Krieges beste Beziehungen in den Kreml, das Mullah-Regime ist mittlerweile sogar zu einer unentbehrlichen Waffenschmiede für die Russen geworden. Der „Nebenkriegsschauplatz“ im Nahen Osten hat den Russen und Iranern schon jetzt einen Erfolg auf den Nachrichtenportalen eingebracht. Seit dem Wochenende gibt es kaum noch eine Berichterstattung zur Ukraine.

Wer an dieser These zweifelt, mag seinen Blick auf die aktuellen Entwicklungen auf dem Balkan (Serbien, Bosnien-Herzegowina), oder nach Armenien und Aserbaidschan (Berg-Karabach) lenken. Nicht nur hier ist Putin ein wichtiger Player, wenn es darum geht, für Instabilität und Unruhen zu sorgen. Der Kreml-Herrscher spinnt seine eigenen Fäden und sorgt für einen Brandherd nach dem anderen.

Putin setzt mit dieser Strategie darauf, dass die westlichen Länder den Überblick verlieren. Als Antwort des Westens wäre eine geschlossene Front und Strategie von NATO und EU nötig. Die Geschlossenheit bröckelt bereits, eine Strategie ist – wie auch gegenüber China – kaum erkennbar. Und in Deutschland? Da gibt es von den beiden Rändern des politischen Spektrums sogar noch Verständnis für den Brandstifter aus Moskau. Richtung Israel vergießen diese Parteien heuchlerische Krokodilstränen. Schwer erträglich ist zudem, dass Sympathisanten der Hamas auf die Straße gehen und deren Verbrechen auch noch öffentlich feiern.

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