Millionenschaden durch falsche Börse Mann aus München verliert durch Anlagenbetrug über 1 Million Euro

Mann aus München verliert durch Anlagenbetrug über 1 Million Euro
Immer wieder locken gefälschte Online-Plattformen mit vermeintlich sicheren Geldanlagen. (Symbolbild: Tippapatt // iStock / Getty Images Plus)

Die Fälle von Anlagenbetrug häufen sich und meist fallen die Betroffenen auf gefakte Werbeanzeigen mit Prominenten herein. Der schnelle Gewinn entpuppt sich am Ende als finanzielles Chaos. Ein Mann aus München hat über einen längeren Zeitraum rund 1,2 Millionen Euro verloren.

Gefälschte Internetseiten locken immer wieder mit angeblich sicheren Anlagegeschäften. Die Betrüger werben mit erfundenen Aussagen von berühmten Persönlichkeiten oder bekannten Unternehmen ohne deren Erlaubnis oder Kenntnis und versprechen hohe Gewinne, so die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Es wird gezielt Vertrauen aufgebaut

Es wird der Eindruck erweckt, dass es sich hierbei um lukrative Anlagetipps handele, die eigentlich streng geheim sind. Leider werden die betrügerischen Werbe-Anzeigen häufig ungeprüft von externen Dienstleistern verlinkt. Auch in Chatgruppen von Messenger-Diensten sind die Täter aktiv. Sie geben sich als Gruppenmitglieder aus, um gezielt Vertrauen bei den potenziellen Opfern aufzubauen.

Erhebliche Gewinne wurden vorgetäuscht

Ein 56-Jähriger aus München kann davon ein Lied singen. Im März 2025 lernte er über eine App eine vermeintliche Frau kennen. Mit dieser stand er längere Zeit in Kontakt, wobei unter anderem das Thema Kryptowährungen besprochen wurde, berichtet die Polizei. Der Mann wurde dazu gebracht, bei einer vermeintlichen Kryptobörse ein Konto zu eröffnen und begann damit, hohe Einzahlungen auf die angebliche Kryptobörse vorzunehmen.

Nach einiger Zeit wurde ihm ein erheblicher Gewinn vorgetäuscht. Um sich diesen auszahlen zu lassen musste er jedoch angebliche Steuern und Gebühren auf eine andere Plattform überweisen. Dem kam der 56-Jährige nach, weshalb letztlich ein Vermögensschaden von über einer Million Euro entstand. Als er die erwartete Auszahlung nicht erhielt, wandte er sich an die Polizei in München und erstattete Anzeige.

Erst kürzlich hat ein Mann vom Bodensee eine gleich hohe Summe auf eine ähnliche Betrugsart verloren und ein Mann aus Weingarten wurde aktuell um rund 170.000 Euro betrogen – er nahm sogar noch einen Kredit. All sein Gespartes ist weg.

Tipps der Verbraucherzentrale:

  • Grundsätzlich sollten keine sensiblen Daten wie Zugangsdaten zum Online-Banking preisgeben werden.
  • Gewähren Sie niemals Zugriff auf den eigenen Rechner.
  • Nutzen Sie die Unternehmensdatenbank der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), um sich über Trading-Plattformen zu informieren: bafin.de
  • Verzichten Sie auf das Anklicken von dubiosen Anzeigen mit übertriebenen Versprechungen.
  • Die Verlinkungen auf den scheinbar seriösen Nachrichtenseiten sollten überprüft werden. Verweisen alle auf die beworbene Plattform, ist es unwahrscheinlich, dass die Seite seriös ist.
  • Wenn die Investitionen ausschließlich in Kryptowährungen getätigt werden müssen, sollte das misstrauisch machen.

Wer einem Betrug aufgesessen ist, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten. Weitere Infos gibt’s unter www.polizei-beratung.de

(Quelle: Polizei München – aktuell/Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)