ZF präsentiert auf der IAA Transportation 2026 eine neue Druckluftscheibenbremse für schwere Nutzfahrzeuge. Sie soll Bremsstaubemissionen um bis zu 65 Prozent reduzieren.
Mit MAXX Uniper stellt ZF auf der Messe in Hannover die nächste Generation seiner MAXX-Druckluftscheibenbremsplattform vor. Die neue Bremse ist für die kommenden Euro-7-Vorgaben ausgelegt und soll Fahrzeughersteller dabei unterstützen, die Anforderungen zur Reduzierung von Bremspartikeln zu erfüllen.
In Kombination mit einer speziell beschichteten Bremsscheibe sollen sich die PM10-Emissionen um bis zu 65 Prozent reduzieren lassen. Gleichzeitig erreicht MAXX Uniper ein Bremsmoment von bis zu 30.000 Nm und ist für schwere Nutzfahrzeuge konzipiert.
ZF setzt auf bewährte Einstempeltechnologie
Nach Unternehmensangaben verfügt ZF über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit der Einstempeltechnologie für Druckluftscheibenbremsen und hat bislang zwölf Millionen Einheiten verkauft. Auch MAXX Uniper basiert auf dieser Technologie.
Die bidirektionale Nachstelleinheit wurde laut ZF unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen getestet und validiert. Sie regelt das Lüftspiel zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe, unterstützt einen gleichmäßigen Belagverschleiß und soll das Risiko einer Übernachstellung reduzieren.
Die kompakte Bauweise kommt mit weniger Bauteilen aus und soll dadurch die Zuverlässigkeit erhöhen sowie die Wartung vereinfachen. Ein neues Träger- und Bremsbelagsystem erleichtert zudem den Belagwechsel.
Durch die modulare Architektur können Fahrzeughersteller ein einheitliches Druckluftscheibenbremskonzept über globale Plattformen hinweg und für unterschiedliche Anwendungen bei schweren Nutzfahrzeugen einsetzen. Dadurch sollen sich Applikations- und Freigabeaufwände reduzieren lassen. Der Produktionsstart ist für 2027 vorgesehen.
„Weniger Bremsstaubemissionen“
„MAXX Uniper vereint, was die Nutzfahrzeugbranche für die Euro-7-Ära benötigt: weniger Bremsstaubemissionen, hohe Bremsleistung und bewährte Zuverlässigkeit“, sagt Pawel Porczynski, Leiter der Business Unit Chassis Solutions in der ZF-Division Commercial Vehicle Solutions. „MAXX Uniper zeigt, wie ZF sich verändernde regulatorische Anforderungen in praxistaugliche Technologie übersetzt, die Fahrzeugherstellern und Flotten einen konkreten Mehrwert bietet.“
Für Flottenbetreiber bietet die Bremse einen einfachen Bremsbelagwechsel sowie optional einen kontinuierlichen Verschleißsensor nach dem Plug-and-play-Prinzip. Der austauschbare und kalibrierungsfreie Sensor soll den Wartungsaufwand reduzieren und die Fahrzeugverfügbarkeit erhöhen. Eine robuste Abdichtung schützt die Bremse auch in anspruchsvollen Einsatzumgebungen vor Schmutz und Fremdkörpern.
Neue Bremse für verschiedene Antriebsarten
MAXX Uniper ist Teil des ZF-Technologieportfolios für die Euro-7-Anforderungen. Zugleich soll die neue Bremse in integrierten Achssystemen für konventionelle, hybride und vollelektrische Nutzfahrzeuge eingesetzt werden können.
Durch die Kombination der ZF-Technologie zur Reduzierung von Bremsstaubemissionen mit effizienten und elektrifizierten Fahrwerks- und Antriebslösungen sowie weiteren Systemen können Nutzfahrzeughersteller nach Angaben des Unternehmens dazu beitragen, die Umweltauswirkungen des Straßentransports zu verringern.
ZF zeigt MAXX Uniper gemeinsam mit weiteren Technologien für Nutzfahrzeuge auf der IAA Transportation 2026 in Hannover. Messegäste sowie Medienvertreterinnen und -vertreter können das Technologieportfolio bis zum 20. September 2026 in Halle 21, Stand B42, sehen.
(Quelle: ZF)