Der Herbst weckt bei vielen die Sammelleidenschaft. Walnüsse und Haselnüsse aufklauben, zuhause trocknen und dann rein ins Müsli. Wer hingegen Eichhörnchen auch verwöhnen möchte, hortet ein paar Kastanien, Tannzapfen und Hagebutten.
Ob beim Herbstspaziergang, der Gartenarbeit oder dem Gang zum Supermarkt: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Tieren in den kühleren Herbstmonaten zu helfen. PETA hat ein paar einfach Tipps zusammengestellt, wie wir alle den winterlichen Alltag der Wildtiere erleichtern können.
Winterquartiere für Igel schaffen: Um Igeln Rückzugsmöglichkeiten für den Winter zu schaffen, empfiehlt es sich, den eigenen Garten ein wenig verwildern zu lassen. Nicht zurechtgestutzte Büsche und Hecken bieten den Tieren Unterschlupf und Nahrung. Alternativ können Sie abgeschnittene Äste zu einem Haufen stapeln und während des Winters liegen lassen. Auch Laubhaufen eignen sich als Übernachtungsmöglichkeit oder sogar als Winterquartier für Igel. Vermeiden Sie chemische Mittel!
Wasser und Nahrung für Vögel bereitstellen: Vögel sollte man wegen der oft schlechten Umweltbedingungen nicht nur im Winter, sondern bereits im Herbst mit Wasser versorgen. Bitte vergessen Sie hierbei nicht, das Wasser regelmäßig zu wechseln.
Körneresser benötigen Körner und Samen (z. B. Sonnenblumenkerne und Hanfsamen) und Weichfutteresser z. B. Haferflocken und getrocknete Beeren oder Obst. Achten Sie darauf, den Nahrungsplatz trocken und sauber zu halten und reinigen Sie ihn regelmäßig.
Wintervorrat für Eichhörnchen sammeln: Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf und müssen daher auch bei Schnee jeden Tag ihren Kobel verlassen, um fressen zu gehen. Deswegen legen sie als Reserve viele kleine Nahrungsdepots für harte Zeiten an. Allerdings unterliegt auch die zuverlässigste aller Nahrungsquellen drastischen Schwankungen. So gibt es gute und schlechte Jahre beziehungsweise gute und schlechte Ernten. Dies wiederum wirkt sich direkt auf den Eichhörnchenbestand aus, so der NABU.
Wer für die kuscheligen Kletterer ein paar Kastanien, Walnüsse, Tannenzapfen, Bucheckern, Haselnüsse oder Hagebutten sammelt und diese an einem trockenen Ort lagert, wird im Winter zum Helden für die Eichhörnchen. Aufgrund der heißen Sommermonate sind Nüsse dieses Jahr schneller reif als sonst geworden und einige Eichhörnchen kommen nicht rechtzeitig dazu, genügend zu sammeln.
Bei Eis und Schnee können laut PETA dann die gesammelten Vorräte für die hungrigen Eichhörnchen ausgelegt werden. Als Ergänzung oder Alternative eignen sich auch gekaufte Eichhörnchen-Leckereien wie Sonnenblumenkerne, Mais oder Beeren.
Auf Laubbläser verzichten: Viele Kleintiere wie Igel und Mäuse, aber auch Insekten, suchen Unterschlupf in den Laubhaufen und werden von der Stärke des Laubbläsers umhergeschleudert. Auch stört der Lärm die beginnende Winterruhe einiger Tiere. Verschiedene Geräte haben zudem eine Häckselfunktion, in die Insekten, Würmer und andere Kleintiere geraten und getötet werden. Setzen Sie lieber auf Besen, Rechen oder Harken.
Weitere Tipps gibt`s beim NABU /Naturschutzbund Deutschland) und bei PETA (Deutschlands größte Tierrechtsorganisation.)
(Quelle: PETA/NABU)