Gesundheit und Pflege Kreisseniorenrat Tuttlingen und Landrat Bär beraten über Pflege und Gesundheitsversorgung

Kreisseniorenrat Tuttlingen und Landrat Bär beraten über Pflege und Gesundheitsversorgung
Der Kreisseniorenrat mit Landrat Stefan Bär. V.l.n.r.: Josef Bär, Oliver Butsch (Stellvertretender Vorsitzender des Kreisseniorenrats), Rainer Häusler, Sozialdezernent Bernd Mager, Anton Stier (1. Vorsitzender des Kreisseniorenrats), Susanne Lippert, Landrat Stefan Bär, Helene Kellner (Kassiererin) (Bild: Landkreis Tuttlingen)
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Die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Landkreis Tuttlingen steht im Fokus eines Austauschs zwischen Kreisseniorenrat und Landrat Stefan Bär. Dabei geht es um notwendige Reformen und die Zukunft der Versorgung.

Beim jährlichen Austausch zwischen dem Vorstand des Kreisseniorenrats und Landrat Stefan Bär standen die aktuellen Herausforderungen in der Gesundheits- und Pflegeversorgung im Mittelpunkt. Kreisseniorenratsvorsitzender Anton Stier betonte dabei die Bedeutung der kommunalen Ebene: „Seniorenarbeit ist kommunale Arbeit.“

Vor dem Hintergrund der bundesweit diskutierten Krankenhaus- und Pflegereformen waren sich die Gesprächspartner einig, dass Veränderungen notwendig sind. „Mit den bestehenden Strukturen stoßen wir zunehmend an die Grenzen der Leistungsfähigkeit“, erklärte Landrat Stefan Bär. Die Sozialausgaben des Landkreises belaufen sich auf rund 145 Millionen Euro. Etwa 85 Millionen Euro müssen aus eigenen Haushaltsmitteln finanziert werden. Die Aufwendungen für Eingliederungs- und Jugendhilfe liegen zusammen bei rund 50 Millionen Euro.

Pflege zu Hause weiter stärken

Landrat Bär sprach sich für dringend erforderliche Reformen aus. Neben einer stärkeren Eigenverantwortung der Bürger seien insbesondere der Abbau von Bürokratie sowie eine nachhaltige Sicherung der sozialen Systeme notwendig.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die pflegerische Versorgung älterer Menschen. Der überwiegende Teil der Seniorinnen und Senioren im Landkreis lebt selbstständig. Rund 90 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt – mit Unterstützung von Angehörigen, Nachbarschaftshilfevereinen und ambulanten Pflegediensten. Dieses bewährte System müsse weiter gestärkt werden, da stationäre Pflegeeinrichtungen aufgrund der angespannten Personal- und Finanzsituation vielerorts an ihre Grenzen stoßen.

Anton Stier hob in diesem Zusammenhang die wichtige Arbeit des Pflegestützpunktes hervor, der Betroffene und Angehörige bei der Organisation und Planung von Pflegeleistungen unterstützt.

Ebenfalls Thema war die Seniorenpolitische Rahmenkonzeption des Landkreises, an deren Erarbeitung der Kreisseniorenrat entscheidend mitgewirkt hat. Die Neufassung der Konzeption wird dem Kreistag in der nächsten Sitzung vorgestellt.

Klinikum soll kommunal bleiben

Besondere Aufmerksamkeit galt zudem der Gesundheitsversorgung im Landkreis. Der Kreisseniorenrat begrüßte ausdrücklich, dass das Klinikum weiterhin in kommunaler Trägerschaft geführt wird. „Dies muss auch künftig das Ziel bleiben“, betonte Anton Stier.

Landrat Bär verwies darauf, dass das deutsche Gesundheitswesen vor großen strukturellen Herausforderungen stehe. Viele Krankenhäuser befänden sich in wirtschaftlich sehr schwierigen Situationen und die Defizite der Krankenhäuser steigen bundesweit seit Jahren an. Trotz steigender Kosten und wachsender Anforderungen an Personal, Ausstattung und Infrastruktur werden notwendige Ausgaben nicht ausreichend gegenfinanziert.

Mit der Weiterentwicklung des Gesundheitszentrums Spaichingen setzt der Landkreis zudem gezielt auf die Stärkung der ambulanten Versorgung. Die Mitglieder des Kreisseniorenrates würdigten die hohe Qualität der ärztlichen und pflegerischen Leistungen am Klinikum sowie die ambulanten Angebote des MVZ und des Gesundheitszentrums Spaichingen.

Zum Abschluss blickten die Teilnehmer auf den erfolgreichen Kreisseniorentag zurück. Der Kreisseniorenrat dankte allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne, insbesondere den jungen Akteurinnen und Akteuren, den beteiligten Seniorinnen und Senioren sowie dem Musikverein Gosheim unter Vorsitz von Michael Stier für die hervorragende Organisation und das große Engagement.

Auch Landrat Stefan Bär bedankte sich beim Kreisseniorenrat und seinen Mitgliedern für den engagierten und unermüdlichen Einsatz für die Belange älterer Menschen im Landkreis Tuttlingen sowie für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis.

(Quelle: Landkreis Tuttlingen)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.