Mit einer Plakatkampagne informieren die Stadt Weingarten und das Polizeipräsidium Ravensburg über Telefonbetrug. Die Banner klären über gängige Betrugsmaschen auf und geben Tipps zum richtigen Verhalten.
Mit vier großformatigen Bannern an stark frequentierten Straßen beteiligt sich Weingarten an einer Präventionskampagne gegen Telefonbetrug. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Ravensburg macht die Stadt auf Betrugsmaschen wie den Enkeltrick, Schockanrufe oder falsche Polizeibeamte aufmerksam. Die Aktion richtet sich nicht ausschließlich an ältere Menschen, sondern an die gesamte Bevölkerung.
Vier Banner an gut sichtbaren Standorten
Insgesamt werden 170 Banner in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis aufgehängt. Vier davon sind seit einigen Tagen in Weingarten zu sehen: an der Abt-Hyller-Straße gegenüber der Tankstelle nahe Kickkäfig und Skatepark, am Stadtgarten an der Kreuzung Waldseer Straße/Promenade, an der Niederbieger Straße stadtauswärts sowie an der Promenade am Polizeirevier.
Unter dem Motto „Panikmache am Telefon – ohne mich! Ich lege auf!“ informieren die Plakate über den „Tatort Telefon“ und geben konkrete Verhaltenshinweise für den Ernstfall.
„Nur wer die Tricks und Maschen kennt, kann sich im entscheidenden Moment richtig verhalten“, sagt Florian Suckel vom Referat Prävention der Polizei Ravensburg. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Clemens Moll, Rüdiger Ochs vom Polizeirevier Weingarten und Kai Ginser, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, stellte er die Banner offiziell vor.
Polizei gibt Verhaltenstipps
Mit der Kampagne sollen insbesondere ältere Menschen, aber auch alle anderen Bevölkerungsgruppen für die Gefahren sensibilisiert werden. Telefonbetrüger verursachen häufig hohe finanzielle Schäden und hinterlassen ihre Opfer oftmals psychisch stark belastet.
Die Polizei empfiehlt:
- Bei Schockanrufen oder angeblichen Notfällen Ruhe bewahren und Angehörige unter bekannten Telefonnummern selbst zurückrufen.
- Am Telefon keine Angaben zu Bargeld, Wertgegenständen oder Kontodaten machen.
- Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
- Polizei, Staatsanwaltschaft oder Banken verlangen niemals Bargeld oder Schmuck zur Sicherung.
- Keine Überweisungen auf telefonische Anweisung durchführen.
- Bei Online-Trading unrealistische Renditeversprechen kritisch hinterfragen.
- Nur bei seriösen und zugelassenen Anbietern investieren.
- Unbekannten niemals Fernzugriff auf Computer oder Smartphone erlauben.
- Verdächtige Gespräche sofort beenden und die örtliche Polizei informieren.
- Mit älteren Angehörigen regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen sprechen.
Weitere Informationen sowie die kostenlose Broschüre „Im Alltag sicher leben“ stehen auf den Internetseiten der Stadt Weingarten und der Polizei zum Download bereit.
(Quelle: Stadt Weingarten)