Ein 74-Jähriger sitzt nach einer mutmaßlichen Brandlegung in einem Wohnheim in Weingarten in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen mehrerer schwerwiegender Verdachtsmomente.
Dem 74-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, durch eine Brandlegung in einem Wohnheim in der Frisonistraße mehrere Mitbewohner in Lebensgefahr gebracht zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei soll der Mann in seinem Zimmer eine Schreibtischschublade in Brand gesetzt haben.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch vergangener Woche (24.06.26) zur Mittagszeit. Aus bislang unbekanntem Grund soll der Senior das Feuer gelegt haben. Durch die Flammen und den entstehenden Brandrauch löste ein akustischer Rauchmelder aus. Eine alarmierte Mitarbeiterin konnte den Brand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit Wasser löschen.
Nach Angaben der Ermittler ist es dem schnellen Eingreifen der Mitarbeiterin zu verdanken, dass weitere Bewohner des Stockwerks, darunter auch teils bettlägerige Personen in den angrenzenden Zimmern, nicht verletzt wurden.
Haftbefehl erlassen
Aufgrund der Tatumstände beantragte die Staatsanwaltschaft Ravensburg beim zuständigen Amtsgericht einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der versuchten schweren Brandstiftung sowie der versuchten Brandstiftung mit Todesfolge. Der Haftrichter erließ den Haftbefehl bei der Vorführung des Beschuldigten am 25.06.26 und setzte ihn in Vollzug.
Anschließend wurde der dringend Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg)