Die Notaufnahmen der Oberschwabenklinik in Ravensburg und Wangen hatten in der Silvesternacht viel zu tun. Ein Patient verletzte sich beim Abbrennen eines Feuerwerkskörpers schwer.
Insgesamt 38 Patienten kamen in der Silvesternacht von 20 bis 8 Uhr zur Versorgung in die Zentrale Notaufnahme am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg, zudem zwölf Kinder und Jugendliche in die Kindernotaufnahme am EK. Die Rekord-Patientenzahlen der Vor-Corona-Jahre am 31. Dezember gehören allerdings offenbar zum Glück der Vergangenheit an.
Von den insgesamt 50 Patienten kamen lediglich 17 wegen direkter Folgen von Silvesterfeiern in die Notaufnahme: fünf wegen Alkoholmissbrauchs, vier wegen Feuerwerksunfällen und Verbrennungen, fünf wegen Herz-Kreislauf-Problemen. Die meisten dieser 17 Verletzungen waren leicht bis mittelschwer – mit einer großen Ausnahme: Ein 33-Jähriger verletzte sich beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern derart folgenschwer an einer Hand, dass er nach der Erstbetreuung am EK via Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste.
Menschen sind achtsamer
Erfreulich dagegen war die reine Bilanz der Kindernotaufnahme: Kein einziger der zwölf unter 18-jährigen Patienten kam wegen Alkoholkonsums oder Feuerwerksverletzungen in die Notaufnahme, fast alle Fälle betrafen kleine Kinder, die an Atemwegserkrankungen oder schweren Grippesymptomen litten.
Erfreulich auch, dass sich die Menschen insgesamt achtsamer und vorsichtiger verhielten als in den Vor-Corona-Jahren. Beim Jahreswechsel 2019/20 hatten aufgrund von Verletzungen und Krankheiten insgesamt 134 Patienten die Zentrale Notaufnahme aufgesucht. Patienten, die durch die Folgen einer Schlägerei ins Krankenhaus mussten, gab es in diesem Jahr überhaupt nicht mehr.
In Wangen waren es insgesamt 24 Menschen, die in der Silvesternacht die Notaufnahme besuchten. Verbrennungen oder Verletzungen durch Feuerwerkskörper gab es nicht, dafür zwei Verletzte nach einer Schlägerei, ein Patient hatte zu viel getrunken.
(Quelle: Oberschwabenklinik)
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