An der RWU steht die Rolle Künstlicher Intelligenz in demokratischen Systemen im Mittelpunkt. Ein Politikwissenschaftler zeigt Chancen, Herausforderungen und mögliche Entwicklungen auf.
Die Entwicklung des Zusammenspiels von Künstlicher Intelligenz und Demokratie steht im Mittelpunkt des Ringseminars an der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) am Donnerstag, 11. Juni. Referent ist Professor Dr. Thorsten Thiel von der Universität Erfurt.
Die Digitalisierung hat die westlichen Demokratien tiefgreifend verändert. Während das Internet und die sozialen Medien zunächst als Hoffnungsträger für eine offenere und interaktivere Gesellschaft galten, ist die Skepsis gegenüber ihren Auswirkungen auf demokratische Prozesse inzwischen deutlich gewachsen. Mit der breiten gesellschaftlichen Nutzung von KI-Anwendungen könnte nun eine neue Phase dieser Entwicklung beginnen.
In seinem Vortrag beleuchtet Thorsten Thiel drei zentrale Bereiche dieses Wandels: die Veränderung der demokratischen Öffentlichkeit, die zunehmende Technisierung staatlicher Entscheidungsprozesse sowie die Veränderungen von Mechanismen der Partizipation und Repräsentation. Zudem diskutiert er, welche Anpassungen demokratische Systeme unter den Bedingungen von KI benötigen und wie eine wirksame Regulierung gestaltet werden könnte.
Forschung zu Demokratie und Digitalpolitik
Thorsten Thiel ist Professor für Demokratieförderung und Digitalpolitik an der Universität Erfurt. In seiner Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit dem Wandel demokratischer Öffentlichkeit sowie den Möglichkeiten, politische Systeme regulierend und gestaltend zu beeinflussen.
Vortrag findet online statt
Das Ringseminar „KI & Demokratie – Entwicklungspfade“ beginnt am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 16 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Die Veranstaltung findet online statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Zugangslink zum Vortrag lautet: bbb.rwu.de/b/mar-o98-0sz-h5c
(Quelle: Hochschule Ravensburg-Weingarten)