Trockenheit setzt Tannen zu Hitze und Trockenheit: Wird es an Weihnachten genug Christbäume geben?

Hitze und Trockenheit: Wird es an Weihnachten genug Christbäume geben?
Die Trockenheit hat einigen Weihnachtsbaumkulturen stark zugesetzt. Für das kommende Weihnachtsfest gibt es allerdings genug Bäume. (Bild: Christbaumverband Baden-Württemberg/Presse)

In drei Monaten ist Weihnachten und der Wunsch nach einer edlen Tanne ist groß. Durch die außergewöhnlich hohen Temperaturen dieses Jahr haben in manchen Regionen die Christbäume allerdings sehr gelitten. Was heißt das für den Verbraucher?

Seit Wochen gibt es bereits Lebkuchen & Co. in den Discountern und so manch einer denkt vielleicht jetzt schon an seinen buntgeschmückten Weihnachtsbaum. Wird diese Vorstellung etwa durch die anhaltende Trockenheit jäh zerstört?

Einschätzung der Gesamtlage ist schwierig

Die extremen Temperaturen sind auch an den Weihnachtsbaumkulturen nicht spurlos vorüber gegangen. „In einigen Regionen Deutschlands blieb seit Mai jeder Niederschlag aus, erstaunlicherweise sieht die Situation in rund 30 km Entfernung schon wieder ganz anders aus“, so der Christbaumverband Baden-Württemberg. Wenige Kilometer machen große Unterschiede aus. Das erschwert die Einschätzung der Gesamtlage für den deutschen, natürlichen Weihnachtsbaumanbau aktuell.

Besonders trockene Lagen sind betroffen

Regionale Erzeuger aus besonders trockenen Lagen haben hohe Ausfälle bei den diesjährig gepflanzten Jungpflanzen zu verzeichnen. „Je nach Region und Bundesland zeigen sich bei den für diese Saison vorgesehenen Bäumen sehr unterschiedliche Trockenheitsschäden und Sonnenverbrennungen an den Zweigen“. In manchen Regionen in Hessen und in Baden-Württemberg sind weit über 50 Prozent der von Hand gepflanzten Jungbäume eingegangen. Insgesamt ist es allerdings erstaunlich, wie robust die Weihnachtsbäume dastehen, das ist wahrscheinlich auf den ausreichend feuchten Frühling zurück zu führen.

„Unsere Weihnachtsbäume stehen gut da“

Bei Weihnachtsbaum Martin in Grünkraut-Atzenweiler gibt es Entwarnung. „Unsere Nordmanntannen, Fichten, Blaufichten und Kiefern stehen gut da, wir können glücklicherweise nicht klagen. Bei großen Pflanzen gibt es überhaupt keine Probleme. Vereinzelt sind Jungpflanzen, die im Frühjahr von Hand gepflanzt wurden, vertrocknet“.

Sonnenbrand beim Tannenbaum

So schräg es klingt, aber Weihnachtsbäume können auch Sonnenbrand bekommen. Wie beim Menschen die Haut rot wird, so verbrennen beim Baum die Nadeln und werden dann rötlich-braun. Einige wenige Bäume waren bei Martin davon betroffen. „Wir erwarten eine ganz normale Christbaumernte und wurden auch vom Hagel, der einige Teile der Bodenseeregion überrollt hat, verschont. Man weiß aber nie, was noch kommen kann“, so der Fachmann.

Wie sieht es mit den Preisen für die Schmuckstücke der Wohnzimmer zur Weihnachtszeit aus? „Die Verbraucher müssen mit leicht gestiegenen Kosten zum Vorjahr rechnen. Alles wird teurer und wir Christbaumhändler sind auch davon betroffen“. Wichtig ist Josef Martin das gesunde Verhältnis zum Kunden und die Transparenz.

Nordmanntanne kann Trockenheit gut wegstecken

In Baden-Württemberg kaufen Kunden jedes Jahr rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume. Etwa die Hälfte davon stammt aus dem Land, überwiegend von Familienbetrieben. Die beliebteste Sorte ist die Nordmanntanne. Gerade diese steckt die Trockenheit besser weg als Fichten, heißt es seitens des Christbaumverbands.

(Quelle: Christbaumverband BaWü)