In einem ersten Projekt zur Förderung der Artenvielfalt auf ausgewählten Streuobstwiesen im Landkreis werden von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Lindau (Bodensee) circa 15 Fledermausquartiere und rund 45 Nistkästen für Vögel herausgegeben und in Streuobstbeständen im Landkreis angebracht.
Zahlreiche Brutvogel- und Fledermausarten verlieren ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten. Dabei stellen fehlende Nistmöglichkeiten für viele dieser Arten ein Problem dar. Insbesondere Höhlenbrüter finden immer weniger Altbäume mit natürlichem Höhlenangebot.
Um dem entgegenzuwirken und die Artenvielfalt auf Streuobstwiesen zu fördern, hat das Landratsamt Lindau (Bodensee) Vogelnistkästen und Fledermausquartiere an Bewirtschafter von fachlich geeigneten Standorten herausgegeben.
„Vögel sind wertvolle Helfer in den Streuobstwiesen. Ein Paar Blaumeisen mit Jungen kann mehrere Kilogramm Raupen und Insekten im Jahr fressen, darunter auch viele Blattläuse“ so Leonie Funke, Streuobstberaterin am Landratsamt Lindau (Bodensee). Durch die Förderung höhlenbewohnender Vögel und Fledermäuse, wird so das Ökosystemder Streuobstwiesen zusätzlich unterstützt.
Finanziert werden die Nistkästen aus Mitteln des Freistaates Bayern für den Naturschutz und die Landschaftspflege. Die untere Naturschutzbehörde und die Streuobstberaterin haben hierfür das fachliche Konzept erarbeitet. Zusammen mit den Bewirtschaftern der ausgewählten Streuobstwiesen werden diese im Frühjahr 2024 angebracht.
Neben Vogelnistkästen werden auch rund 25 Fledermausquartiere an geeigneten Standorten auf und im Umfeld von Streuobstwiesen aufgehängt. Fledermäuse begeben sich in der Dämmerung und nachts auf Insektenjagd. Also zu einer Zeit, in der die meisten Vögel ruhen oder schlafen. Fledermäuse erfüllen so eine ebenso wichtige Rolle im ökologischen Kreislauf.
(Pressemitteilung: Landratsamt Lindau)