Auszeichnung für Radverkehr Lindau gewinnt Deutschen Fahrradpreis 2026 mit Bodensee-Fahrradstraße

Lindau gewinnt Deutschen Fahrradpreis 2026 mit Bodensee-Fahrradstraße
Sie haben den Deutschen Fahrradpreis 2026 für die Bodensee-Fahrradstraße der Stadt Lindau in Düsseldorf entgegengenommen: Jaime Valdés, Mobilitätsmanager (3.v.r. vorne), und Norman Dietrich, Abteilungsleiter GT-Projekte (rechts). (Bild: Deutscher Fahrradpreis/Christophe Francois Fotografie)
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Die Stadt Lindau erhält den Deutschen Fahrradpreis 2026. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“.

Die Stadt Lindau hat beim Deutschen Fahrradpreis 2026 den ersten Platz in der Kategorie Infrastruktur belegt. Mit dem Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“ setzte sich die Stadt bei der Preisverleihung am 20. Mai im Rahmen des AGFS-Kongresses im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf durch.

Neben der Auszeichnung als bestes Infrastrukturprojekt unter 123 Einreichungen ist der Sieg mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden.

„Der erste Platz beim Deutschen Fahrradpreis ist eine schöne Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sinnvoll investiert haben. Das Ergebnis ist eine Radinfrastruktur, die für uns im Alltag und für unsere Gäste gleichermaßen funktioniert. Es freut mich, dass dies nun auch auf Bundesebene anerkannt wird“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons.

Die Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der Fahrradindustrie, Verkehrsplanung, von Verbänden, Ministerien, Tourismus und Kommunikation bewertete die Projekte in den Kategorien Infrastruktur, Service & Kommunikation sowie Ehrenamt. Bereits im März war die Top-5-Platzierung des Lindauer Projekts bekannt geworden.

Sichere Hauptroute für Radverkehr geschaffen

Mit dem Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“ hat die Stadt eine durchgängige und sichere Ost-West-Hauptroute für den Alltags- und touristischen Radverkehr geschaffen. Die 5,25 Kilometer lange Fahrradstraße wird durch 690 neue Fahrradabstellplätze ergänzt. Dauerzählstellen erfassen kontinuierlich die Nutzungszahlen.

Umgesetzt wurde das Projekt in den Jahren 2018 bis 2025.

Das Vorhaben ist Teil eines zweiteiligen Gesamtpakets im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes. Ein erstes Teilprojekt von 2017 bis 2018 umfasste die Errichtung von zehn KLiMo-Stationen mit 470 Abstellplätzen sowie die Aufwertung eines ersten Streckenabschnitts.

Millionenförderung durch den Bund

Das zweite Teilprojekt schuf von 2021 bis 2025 auf 3,13 Kilometern eine Premium-Radverkehrsachse mit Trennung von Rad- und Fußverkehr, LED-Beleuchtung, einheitlicher Markierung und Bevorrechtigung an Knotenpunkten.

Ergänzt wird die Infrastruktur durch zwei Fahrradgaragen mit 44 überdachten Stellplätzen sowie 176 weitere Abstellanlagen auf der Insel und am Bahnhofsplatz.

Grundlage für das Projekt waren das im Juni 2017 vom Stadtrat beschlossene Klimafreundliche Lindauer Mobilitätskonzept (KliMo) sowie das städtische Nahmobilitätskonzept. Beide Konzepte waren zugleich Voraussetzung für die Förderung durch den Bund.

Von den Gesamtausgaben in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro übernahm der Bund etwa 3,56 Millionen Euro und damit rund 67 Prozent der Kosten.

Der Deutsche Fahrradpreis gilt als wichtigste Auszeichnung für Projekte und Initiativen rund um den Radverkehr in Deutschland. Vergeben wird er jährlich in verschiedenen Kategorien durch das Bundesministerium für Verkehr sowie die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Unterstützt wird der Wettbewerb von ZIV – Die Fahrradindustrie sowie dem Verbund Service und Fahrrad e.V.

(Quelle: Stadt Lindau)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.