Sprachkurs stärkt Pflegekräfte MCB unterstützt mit Deutschkurs Pflegekräfte mit anderen Muttersprachen

MCB unterstützt mit Deutschkurs Pflegekräfte mit anderen Muttersprachen
Barbara Fülle (Vierte von links) mit einigen ihrerDeutsch-Schüler des Klinikums Friedrichshafen. (Bild: MCB)

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„In einem Klassenraum sitzt die ganze Welt.“ Mit diesen Worten beschreibt die Inlingua-Deutschlehrerin Barbara Fülle ihre internationale Schülergruppe am Klinikum Friedrichshafen. Jeden Donnerstag zwischen 12.30 und 15.30 Uhr unterrichtet sie dort zehn angehende Pflegekräfte aus verschiedenen Ländern, deren Sprachkenntnisse noch etwas gezielte Unterstützung brauchen.

Erfolgreiche Kooperation zwischen Inlingua und Klinikum

Schon vor der Pandemie arbeiteten die Sprachschule Inlingua und das Klinikum Friedrichshafen zusammen – damals stand Deutschunterricht für Ärztinnen und Ärzte im Mittelpunkt. Die guten Erfahrungen führten nach mehreren Jahren zur erneuten Kooperation.
Die Teilnahme an den Kursen ist dank der Förderung durch das Bundesamt für Migration kostenlos.

Seit September ist Barbara Fülle wieder regelmäßig im Krankenhaus und passt ihren Unterricht auf die besonderen Anforderungen des Pflegeberufs an.

Sprache als Schlüssel zur Beziehung und Versorgung

Für Pflegekräfte ist Kommunikation unverzichtbar: Sie müssen Patientinnen und Patienten informieren, beruhigen, begleiten und auch belastende Nachrichten überbringen.

Falsch sprechen ist besser als gar nicht sprechen – vor allem für die Patienten“, sagt Fülle. Auch die umfassende Dokumentation sowie Übergaben an Kolleginnen und Kollegen erfordern sprachliche Sicherheit.

Unterricht, der Mut macht

Fülle möchte nicht nur Grammatik vermitteln, sondern auch sprachliches Selbstbewusstsein stärken.
Sie erinnert sich an eine besonders schöne Rückmeldung: Die Gruppe hatte motiviert Standardsätze mit Präpositionen geübt – eine Woche später berichtete eine Schülerin begeistert, wie sehr sie das motiviert habe, aktiv mit Patienten zu sprechen. Ein Moment, der für Fülle besonders bedeutsam war.

Das Ziel ist die Kommunikation und kein perfektes Deutsch“, betont die Lehrerin.

Praxisnahe Methoden für den Pflegealltag

Bei Inlingua wird überwiegend mit Beispielen gearbeitet. Eine zentrale Methode ist die Szenario-Technik – ein Rollenspiel, bei dem drei Lernende vorgegebene Gesprächssituationen in ihrer Rolle üben.

Der Ansatz ist erfolgreich, weil er den echten Alltag auf der Station widerspiegelt und sprachliche Wiederholungen stärkt.

Ein erfüllender Beruf – und kein Gedanke ans Aufhören

Barbara Fülle bezeichnet ihre Arbeit als „sinnerfüllend“. Mit mehrjähriger Erfahrung erkennt sie schnell typische Sprachmuster und kann ihre Schüler individuell fördern.
Gleichzeitig sei es herausfordernd, „hineinzudenken, zuzuhören und herauszufinden, was ein Schüler braucht“.

Seit zehn Jahren unterrichtet die studierte Lehramts-Germanistin und Theologin in diesem Beruf – und obwohl der Ruhestand naht, denkt sie nicht ans Aufhören: „Warum soll ich aufhören zu unterrichten, wenn ich gesund bin und es mir solchen Spaß macht?

(Quelle: Medizin Campus Bodensee)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.