Der Seegrund vor dem Graf-Zeppelin-Haus sorgt für eine Verzögerung bei der Bohrung für die Seethermie: Der Spezial-Bohrer war bereits bei mehr als 500 Metern Bohrlänge angelangt, als sich der Bohrkopf beim Zurückziehen bei etwa 280 Metern Bohrlänge im Seegrund verkeilt hat. Der Bohrer ist daraufhin gebrochen und kann auch nicht mehr geborgen werden.
Die Bohrung muss nun etwas tiefer und seitlich versetzt wiederholt werden. Die dafür notwendigen Arbeiten haben bereits begonnen und die Bohrung hat schon wieder mehr als 350 Meter Länge erreicht.
Mit solchen geologischen Risiken hatte die Stadt gerechnet und entsprechend in der Kostenkalkulation berücksichtigt. Allerdings verzögern sich die Arbeiten am GZH, sodass eine Freigabe des Seezugangs voraussichtlich erst Anfang August – statt Juni – möglich sein wird. Es wird jedoch eine Interimsfläche geben, die für die GZH-Veranstaltungsgäste als Außenfläche nutzbar sein wird. Außerdem muss noch die Lage des Bauzauns angepasst werden, um eine reibungslose Zu- und Abfahrt von Lieferfahrzeugen für die anstehenden Veranstaltungen an der Uferpromenade sicherzustellen.
Die Verzögerung der Seethermie-Bohrung auf dem Freigelände hat auf den GZH-Veranstaltungsbetrieb keine Auswirkungen. Alle Veranstaltungen des Graf-Zeppelin-Hauses, aber auch an der Uferpromenade, können wie geplant stattfinden.
Insgesamt wird die Bohrung eine Länge von 700 Metern haben. Die Leitung für die Seethermie wird dann noch auf weiteren 150 Metern auf dem Seegrund bis zur Entnahmestelle verlegt. Die Entnahmestelle liegt in 15 Metern Tiefe. Die Stadt rechnet nun mit einer Fertigstellung der energetischen Sanierung des GZH voraussichtlich Ende März 2027 statt Winter 2026/2027.
(Quelle: Stadt Friedrichshafen)