„Operieren“ an der Halsschlagader Gefäßchirurgischer Nahtkurs stieß im Klinikum Friedrichshafen auf große Resonanz

Gefäßchirurgischer Nahtkurs stieß im Klinikum Friedrichshafen auf große Resonanz
Beim gefäßchirurgischen Nahtkurs wurde natürlich am Modell geübt. (Bild: MCB)

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Der erste Gefäßchirurgische Nahtkurs im Klinikum Friedrichshafen stieß auf große Resonanz – an mehreren Tischen wurde im Konferenzraum 2 unter Anleitung der Oberärzte der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin „operiert“.

Bei diesem Workshop unter Leitung von Chefarzt Dr. Malte Gerbig, Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, in Kooperation mit der Firma LeMaitre, ging es um die Carotis, also die Halsschlagader. Sie ist, neben den Herzkranzgefäßen und Beinschlagadern, häufig von Gefäßverkalkungen betroffen.

Wenn sich relevante Ablagerungen im Bereich der inneren hirnversorgenden Halsschlagader (Arteria carotis interna) bilden, spricht man von einer Carotis-Stenose. Ab dem 65. Lebensjahr weisen zwischen sechs und 15 Prozent der Bevölkerung eine relevante Einengung der Halsschlagadern auf. „Die Gefahr dieser Gefäßveränderungen besteht darin, dass Gerinnsel aus der Plaque mobilisiert werden und so in das Gehirn gelangen können. Dadurch kann es zu ersten Zeichen eines Schlaganfalls (vorübergehende Sprach- oder Sehstörungen, kurzzeitige Lähmungserscheinungen an Armen oder Beinen) oder auch zu einem Schlaganfall kommen.“, so Dr. Gerbig. 

Alle an diesem Kurs interessierten Ärzte (Assistenzärzte in der Weiterbildung aus dem Klinikum, aus Ravensburg und Albstadt) sowie Medizinstudenten, die im Klinikum Friedrichshafen ihr Parktisches Jahr absolvieren, wurden nicht nur theoretisch in die Carotischirurgie eingeführt, sondern konnten an „Hands-on Modellen“ unter Anleitung der gefäßchirurgischen Oberärzte üben.

(Pressemitteilung: MCB)