Stadtgeschichte Sommertheater: „Handel & Händl“ führt ins 19. Jahrhundert

Sommertheater: „Handel & Händl“ führt ins 19. Jahrhundert
Die Darsteller des Sommertheaters vor einer der letzten Proben. (Bild: Maximilian Kohler)

Schon am Donnerstag, 17. Juli, startet die Premiere des Riedlinger Sommertheaters 2025. Unter der Regie des Melchinger Theaters tauchen die Besucher in die Zeit des 19. Jahrhunderts ein. Mit einem Spaziergang zu den Spielorten wird nicht nur die schöne Altstadt, sondern auch die fünf Spielorte prächtig in Szene gesetzt.

Das Stück „Handel & Händl“ scheint eine große Faszination auszulösen. Bei der öffentlichen Probe am vergangenen Samstag, 12. Juli, waren schon über 240 Gästen dabei. Wie Andrea Traub (Produktionsleitung) mitteilte, geht es jetzt darum, dem Sommertheater vor der Premiere den letzten Feinschliff zu verpassen. Der Kartenverkauf ist sehr gut angelaufen, für die Premiere und am kommenden Samstag, 19. Juli, sind praktisch alle Karten ausverkauft. Für die restlichen Aufführungen gibt es im Moment noch Karten im Vorverkauf in Riedlingen oder online unter Karten im Vorverkauf in Riedlingen oder online unter www.theater-lindenhof.de/karten. Karten in den Vorverkaufsstellen gibt es beim Stadt-Café Reinke (Lange Straße 3), Autohaus Schlegel (Neue Unlinger Straße 20) und Wonderfitzig (Mühltorstr. 2)

Handel im 19. Jahrhundert

Die Theatermacher versprechen ihren Besuchern ein launiges, buntes, lautes und auch eindrückliches Theatererlebnis. Schauplätze des Geschehens sind der Marktplatz, Zellemeesturm, Feuerwehrmuseum, Weibermarkt und zum Abschluss auf dem Wochenmarkt. Während der Szenen erleben die Besucher die Stadt in der Zeit des 19. Jahrhunderts, als Riedlingen ein Handelszentrum war. Während dieser Epoche wurden in Riedlingen viele Märkte ausgerichtet und es gab eine große Zahl an Wirtshäusern. Doch wo gehandelt wird gibt es unausbleiblich auch Händl (Streit). Mittendrin der Schultheiß (Bürgermeister), der zur Fasnet das Verkleiden und Schnalzen verbieten will. Ein Brand am Marktplatz beschäftigt nicht nur die Wehrleute, bei einer Hochzeitsfeier treiben Gaukler, Gauner und Gaunerinnen ihr Unwesen. Dafür sollen sie in den Zellemeesturm gebracht werden.

Riedlingen streitet

Die Geschehnisse picken aber auch den Widerspruchsgeist der Riedlinger auf. Es wird nicht nur aufgemuckt und gestritten, sondern das Ganze auch noch in den Wirtschaften „verkartet“. Schade nur, dass das Bier nicht schmeckt. So schöpft mancher Wirt, in seiner Not, zum Brauen heimlich gutes Wasser aus dem Stadtbrunnen – was ist schon ein Verbot! Die Frage stellt sich umgehend: Wie ist es heute?

Bei ihrem Spaziergang durch die malerische Altstadt werden die Besucher Augen- und Ohrenzeugen, wie Menschen, Ansichten und Sitten von damals und heute aufeinanderstoßen. Dabei werden alte und neue Streitereien auf den Tisch gebracht. Egal an welchem Spielort das Geschehen verfolgt wird, den Besuchern wird’s mit und bei den Riedlingern bestimmt nie langweilig.

Hier finden Sie einen kleinen Appetithappen als Video:

An allen Spielabenden ist der Beginn des Theaters um 19.30 Uhr auf dem Markplatz. Doch schon ab 18.30 ist einiges geboten und die Gäste können sich mit Essen und Getränken versorgen.

Das Theaterprojekt der Stadt Riedlingen wird in Kooperation mit dem Theater Lindenhof Melchingen durchgeführt. Es spielen die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Riedlingen sowie aus naher Umgebung.

Weitere Auskünfte und Spieltermine gibt es unter: www.riedlingen.de

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