Schattenwurf, Laub und herabfallende Früchte Städtische Bäume werden nicht zurückgeschnitten

Städtische Bäume werden nicht zurückgeschnitten
Bei Laub und Früchten, die von städtischen Bäumen auf private Grundstücke fallen, wird die Stadtverwaltung nicht aktiv. (Bild: Pixabay)
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Immer wieder melden sich Bürger bei der Biberacher Stadtverwaltung, die sich an den städtischen Bäumen in der Nähe ihrer Grundstücke stören. Meist aufgrund von Schattenwurf, Laubfall und herabfallenden Früchten. Die Stadt weist darauf hin, dass dies keine Gründe für einen Rückschnitt oder gar eine Fällung sind.

Im Herbst segelt das Laub wieder zu Boden. Mit dem herabfallenden Laub häufen sich die Bürgeranfragen bei der Stadtverwaltung, städtische Bäume in der Nähe von Privatgrundstücken einkürzen oder sogar fällen zu lassen. „Die Gründe der Bürger sind vielfältig“, erklärt Sabine Halfbrodt vom Biberacher Stadtplanungsamt und betont: „Solange es sich um gesunde, standsichere Bäume handelt, werden diese nicht gefällt. Die Vitalität lassen wir regelmäßig durch speziell ausgebildete Fachkräfte kontrollieren.“ Ein Rückschnitt sei nur bedingt möglich. Private Grundstückseigentümer können beispielsweise verlangen, dass herüberragende Äste städtischer Bäume bis zu einer Höhe von drei Metern eingekürzt werden.

Bei Laub und Früchten, die von städtischen Bäumen auf private Grundstücke fallen, wird die Stadtverwaltung nicht aktiv. Stören sich Grundstückseigentümer daran, müssen sie das Laub und die Früchte selbst entfernen.

Laub als Winterschutz

Tobias Reisenauer, zuständig für den städtischen Umweltschutzbereich, empfiehlt darüber hinaus, Laub auf dem Grundstück zu belassen. Für Wildtiere ist das Laub wichtig, um frostfrei und geschützt durch den Winter zu kommen. Auf Beeten und unter Bäumen ist es Unterschlupf für Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und viele andere Gartentiere. Ein großer Laubhaufen in einer ungestörten, windgeschützten, trockenen und schattigen Gartenecke oder unter einer Hecke bietet ein hochwertiges Winterquartier für Igel.

Auch für die Pflanzen und den Boden bietet das Laub Vorteile: Es schützt vor Austrocknung und Frost und wird im Laufe der Zeit von tausenden Lebewesen in wertvollen Humus umgewandelt. Wer das Laub nicht im Garten verteilt verrotten lassen möchte, kann es auch auf dem Kompost sammeln.

Hat man nicht die Möglichkeit, das Laub im Garten zu belassen, kann es über Recyclingzentren oder Grüngutsammelstellen entsorgt werden. Eine Übersicht der Recyclingzentren und Grüngutsammelstellen im Landkreis Biberach findet sich auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises unter www.awb-biberach.de.

Bei offenen Fragen zu den städtischen Bäumen hilft Sabine Halfbrodt vom Biberacher Stadtplanungsamt, Telefon 07351/51-213, E-Mail [email protected], gerne weiter.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)