Am ehemaligen Kundrath-Areal in Biberach entstehen mehr als 120 Wohnungen und neue Gewerbeflächen. Nun hat der Gemeinderat eine wichtige Entscheidung für die Gestaltung des Umfelds getroffen.
Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, den Ausbau der angrenzenden Gehwegflächen am ehemaligen Kundrath-Areal an der Ecke Saulgauer Straße/Kolpingstraße dem Investor zu übertragen. Die JL-Gruppe aus Ulm errichtet dort derzeit mehr als 120 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, darunter eine Bäckerei. Das Gesamtprojekt soll bis September 2027 fertiggestellt werden.
Damit das neue Wohn- und Geschäftsquartier rechtzeitig erreichbar ist, sollen auch die angrenzenden öffentlichen Flächen bis dahin ausgebaut werden.
Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer
Der Kreuzungsbereich Saulgauer Straße/Kolpingstraße gilt als wichtiger Verkehrsbereich für Fußgänger und Radfahrer. Durch die benachbarte Hochschule wird die Strecke zusätzlich stark genutzt.
Der neue Gehweg entlang der Bebauung erhält mehr Platz als bisher. Für Radfahrer ist ein 1,85 Meter breiter Schutzstreifen vorgesehen. Darüber hinaus soll ein spezielles Betonpflaster verlegt werden, das Regenwasser aufnehmen und später durch Verdunstung und Versickerung wieder abgeben kann.
Davon sollen auch sechs neu geplante Bäume profitieren. Ergänzend entstehen sechs Parkplätze – zwei entlang der Saulgauer Straße und vier entlang der Kolpingstraße.
Nach Angaben der Verwaltung orientiert sich die Gestaltung am Konzept der Riedlinger Straße. Ziel ist ein einheitliches Erscheinungsbild entlang der B 312 von der Steigmühlstraße bis zur Kreuzung Waldseer Straße. Gleichzeitig soll die Neugestaltung die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich verbessern.
Ausbau soll mit Hochbau abgestimmt werden
„Das Gesamtvorhaben muss so koordiniert sein, dass sich Hoch- und Tiefbau nicht gegenseitig behindern“, erklärte Tiefbauamtsleiter Peter Münsch im Gemeinderat.
Nach Angaben der Verwaltung wäre zwar eine provisorische Asphaltlösung möglich. Da jedoch Gehwegränder, Parkbuchten und Baumquartiere ohnehin hergestellt werden müssten, wird davon abgeraten.
Komplett gesperrt werden muss der Bereich lediglich für wenige Tage, wenn die Kreuzung einen neuen Fahrbahnbelag erhält. Dieser ist erforderlich, weil sich die neuen Gehwegränder deutlich von den bisherigen abheben und sich das Höhenniveau zur Fahrbahn verändert.
Die Arbeiten werden mit der Fortsetzung der Sanierung der Riedlinger Straße im Jahr 2027 abgestimmt.
Kosten von rund 305.000 Euro
Der Ausbau der öffentlichen Flächen wird über einen Durchführungsvertrag mit der JL-Gruppe geregelt. Darin sind die Gestaltung, der Zeitplan sowie die Kostenübernahme durch die Stadt festgelegt.
Die Kosten werden derzeit auf rund 305.000 Euro geschätzt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die öffentlichen Flächen an die Stadt übergeben werden.
(Quelle: Stadt Biberach)