Der Landkreis Biberach erhält 6.200 Euro für Projekte der Suchtprävention. Die Förderung der AOK fließt in Seminare, Präventionsangebote und Fachveranstaltungen.
Seit 2010 gibt es die Kommunale Suchtbeauftragte im Landkreis Biberach. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Suchtprävention, ein Bereich, den die Krankenkasse AOK regelmäßig finanziell unterstützt. Nun erhielt der Landkreis Biberach für Projekte im Bereich der Suchtprävention einen Förderbeitrag in Höhe von 6.200 Euro.
AOK-Gesundheitsexpertin Susana Kraus-Janik überreichte den symbolischen Scheck an Landrat Mario Glaser, Dezernentin Irene Emmel und die kommunale Suchtbeauftragte Heike Küfer vom Landratsamt Biberach.
„Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren in unserem Landkreis ist entscheidend, um eine effektive und nachhaltige Suchtprävention zu gewährleisten. Natürlich sind wir froh und dankbar über die Unterstützung der AOK in diesem Bereich“, bedankte sich Landrat Mario Glaser.
Förderung für Seminare und digitale Angebote
Mit den Fördermitteln der AOK wurde 2025 das Seminar „Kita-Move“, ein Gesprächsführungsseminar für Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen, angeboten. Außerdem wurde eine Lizenz für digitale Elternabende für Schulen im Landkreis Biberach erworben.
Mit dieser Lizenz können Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte sowie Eltern im Landkreis Biberach kostenfrei ein digitales Präventionsangebot nutzen.
Darüber hinaus organisierte die Kommunale Suchtbeauftragte einen Fachtag zu Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD). Betroffen sind Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben.
Aktuelle Schwerpunkte in der Suchtprävention
Die kommunale Suchtbeauftragte setzt die Schwerpunkte ihrer Arbeit jährlich mit Blick auf aktuelle Entwicklungen. Im Jahr 2026 fand bereits eine Fachtagung zum Thema „Vapes“ statt. Während der Aktionswoche Alkohol im Juni 2026 werden weitere Aktivitäten rund um das Suchtmittel Alkohol angeboten.
Aktuell werden im Rahmen der Suchthilfeplanung für den Landkreis Biberach Handlungsempfehlungen entwickelt, die laut Expertenbefragung künftig stärker in den Fokus rücken sollen. Daraus werden sich weitere Handlungsfelder im Bereich der Suchtprävention ergeben.
„Es ist wichtig, dass die Suchtprävention breit angelegt wird und von unterschiedlichen Akteuren verschiedenen Zielgruppen angeboten wird. Nur so ist es möglich, eine große Anzahl vor allem von Kindern- und Jugendlichen, beziehungsweise von Menschen die mit Kindern- und Jugendlichen arbeiten, zu erreichen“, so die Kommunale Suchtbeauftragte Heike Küfer.
(Quelle: Landratsamt Biberach)