Pflegearbeiten an Waldrändern in Biberach

Pflegearbeiten an Waldrändern in Biberach
Ist der Waldrand steil und dicht geschlossen, wirkt er wie eine Staumauer. Ein strukturreicher Waldrand hingegen schützt vor Sturmschäden und bietet Lebensraum für unterschiedliche Arten. (Bild: Stadt Biberach)
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In den kommenden Wochen pflegt das Städtische Forstamt die Waldbestände rund um die Biberacher Jugendherberge und die Kleingartenanlage an der Mittelbiberacher Steige. Ein besonderer Fokus wird auf die Gestaltung des Waldrands gelegt. Für die Arbeiten werden die Wege im Bereich der Heusteige und der Schleifhalde teilweise kurzzeitig gesperrt. Es muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Das Forstamt bittet um Verständnis.

Die Revierleiter und Forstwirte des Forstamts pflegen in regelmäßigen Abständen die Wälder in und um Biberach. „Indem wir schwächere und kranke Bäume entfernen, bekommen die übrigen mehr Licht, Raum, Wasser und Nährstoffe und sind dementsprechend gesünder und widerstandsfähiger gegenüber Wettereinflüssen und Schädlingen“, erklärt Forstamtsleiter Matthias Eckert. Dies sei gerade in Zeiten sich ändernder klimatischer Bedingungen entscheidend. Bei den Pflegemaßnahmen kommt den Waldrändern eine besondere Aufmerksamkeit zu.

Gestufter Waldrand

Ein typischer gestufter Waldrand beginnt außen mit Kräutern, Gräsern und Wiesenblumen. Er geht in einen höher werdenden Gürtel aus Sträuchern und kleinen Gehölzen zu mittelgroßen Bäumen über. An diese schließen sich die typischen großen Baumarten wie etwa die Eiche an, die den Wald im eigentlichen Sinne bilden.

Der Waldrand bietet eine hohe Vielfalt an Struktur, Licht- und Wärmeverhältnissen und bildet so einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Des Weiteren kommt dem Waldrand wegen des Klimawandels eine zunehmend wichtigere Rolle zu. Durch seinen Aufbau werden starke Winde langsam nach oben abgeleitet, wodurch die Gefahr von Schäden durch Stürme verringert wird.

Das Forstamt plant langfristig an allen städtischen und hospitälischen Wäldern aktiv die Waldränder zu pflegen und zu gestalten. Hierfür entnehmen die Forstwirte gezielt einzelne Bäume und lockern so den Baumbestand auf. Dort, wo typische Waldrand-Arten fehlen, werden diese im Anschluss gepflanzt.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)