Vertreter des DRK-Rettungsdienstes Biberach haben in Berlin ihre Forderungen zur geplanten Gesundheitsreform vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen auf den Rettungsdienst im ländlichen Raum.
Die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler (CDU) und Martin Gerster (SPD) trafen sich in Berlin mit Vertretern des DRK-Rettungsdienstes Biberach. Rettungsdienstgeschäftsführer Michael Mutschler, Peter Haug und Betriebsrätin Anja Moll nutzten den Austausch, um auf die Folgen der geplanten Gesundheitsreform hinzuweisen und aktuelle Herausforderungen im Rettungsdienst anzusprechen.
„Ich glaube, es ist allen Beteiligten klar, dass eine Reform des Gesundheitssystems dringend geboten ist. Einerseits müssen stabile Beiträge gewährleistet werden. Andererseits braucht ein leistungsfähiges Gesundheitssystem ganz selbstverständlich einen funktionierenden Rettungsdienst in der Fläche. Ich nehme heute mit, dass wir hier noch Beratungsbedarf haben, und werde die Gesundheitspolitiker meiner Fraktion auf die besondere Problematik Rettungsdienst hinweisen“, sagte Wolfgang Dahler nach dem Gespräch.
Auch Martin Gerster betonte die Bedeutung der Rettungskräfte: „Für ihren Einsatz bin ich den Rettungskräften des DRK sehr dankbar. Sie leisten täglich einen außerordentlich wichtigen Beitrag zum funktionierenden Rettungsdienst, gerade im ländlichen Raum. Bei der notwendigen GKV-Reform gilt es nun sicherzustellen, dass diese wichtige Aufgabe auch weiterhin gewährleistet ist. Der heutige Austausch mit der Praxis ist ein wertvoller Beitrag für die weiteren Beratungen. Unser Ziel sind stabile Krankenkassenbeiträge und gleichzeitig eine Sicherung und Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland.“
Gesetz soll vor Sommerpause beschlossen werden
Hintergrund des Gesprächs ist der Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform, das sogenannte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Dieser soll am Freitag erstmals im Plenum des Deutschen Bundestages beraten werden. Anschließend folgt die weitere Bearbeitung in den zuständigen Ausschüssen. Das Gesetzgebungsverfahren soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause abgeschlossen werden.
(Quelle: Martin Gerster)