Spendenübergabe der Hugo Rupf-Stiftung Biberacher Vereine werden mit 18.000 Euro unterstützt

v.l. Manfred Buck, Thiemo Potthast, Ralf Klotz, Lisa Lütjens-Kresse, Friedrich Zügel, Andrea Rexer, Christian Kuhlmann, Jessica Bergmann, Stefan Morlock, Nikolas Palmarini, Anna Dorothea Palmarini-Rupf (Tochter von Hugo Rupf), Rainer Fuchs, Harald Heigel, Susanne Maier, Siegfried Kopf-Jasinski (Hugo Häring Gesellschaft), Claus-Wilhelm Hoffmann.
v.l. Manfred Buck, Thiemo Potthast, Ralf Klotz, Lisa Lütjens-Kresse, Friedrich Zügel, Andrea Rexer, Christian Kuhlmann, Jessica Bergmann, Stefan Morlock, Nikolas Palmarini, Anna Dorothea Palmarini-Rupf (Tochter von Hugo Rupf), Rainer Fuchs, Harald Heigel, Susanne Maier, Siegfried Kopf-Jasinski (Hugo Häring Gesellschaft), Claus-Wilhelm Hoffmann. (Bild: Stadt Biberach)

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Die Stiftung des Biberacher Ehrenbürgers Hugo Rupf bedachte auch 2023 wieder zahlreiche Biberacher Organisationen und Vereine mit einer finanziellen Unterstützung.

Die traditionelle Spendenübergabe fand diesmal im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Biberacher Rathaus statt.

Nikolas Palmarini, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Enkel von Hugo Rupf, freute sich, anlässlich der Spendenübergabe wieder in Biberach zu sein, wenngleich die diesjährige Veranstaltung vom Tod von Annelene Blättchen überschattet wurde. Sie habe im Vorstand der Hugo-Rupf-Stiftung den Geist seines Großvaters zeitlebens mitgetragen und umso mehr freue es ihn, dass dieses Feuer nun auch über seine Kinder weitergetragen werde.

Der Stiftung gehe es sehr gut und das Stiftungsvermögen sei zuletzt angewachsen, so dass in Biberach dieses Jahr insgesamt 18.000 Euro ausgeschüttet werden können: „Wir haben heute auch eine Premiere: Zum ersten Mal findet die Spendenübergabe zuerst in Biberach und dann in Heidenheim statt“, so Nikolas Palmarini.

Den ersten Spendenscheck erhielt Oberbürgermeister a.D. Claus-Wilhelm Hoffmann von der Martin Walser Literaturstiftung. Er war diesmal in Begleitung von Arnold Stadler, dem zweiten Vorsitzenden der Literaturstiftung und Träger des Georg-Büchner-Preises, zur Spendenübergabe bekommen. Wie die Jahre zuvor soll mit dem Geld die Publikation von Büchern gefördert werden. Geplant sind vier Werke, darunter „Die Erbschaft – ein Zahlenspiel“ von Peter Blickle.

Rainer Fuchs, Vorsitzender der Stiftung Schützendirektion, machte darauf aufmerksam, dass die Preise leider überall ansteigen. Das Schützenfest solle aber ein bezahlbares Fest bleiben, vor allem für Kinder und Jugendliche. Dies lasse sich die Schützendirektion auch einiges kosten: Der Bunte Umzug beispielsweise wurde im vergangenen Jahr mit 19.000 Euro gefördert, die Ziehung mit 45.000 Euro und die kostenlosen Schützenspiele auf dem Gigelberg mit 5700 Euro.

Beim Schützentheater spielen jedes Jahr 250 bis 300 Kinder mit und für die Kinder, die bereits zum fünften Mal dabei sind, gibt es als Anerkennung einen Ausflug: „Die Kinder freuen sich da jedes Mal darauf und für diejenigen, die schon drei Jahre dabei sind, ist vielleicht auch dieser Ausflug ein besonderer Anreiz, beim Schützentheater weiter mitzuspielen.“

Eine erfreuliche Nachricht hatte Thiemo Potthast von der TG Biberach zu überbringen: Die Turngemeinde habe nun wieder rund 6000 Mitglieder. Die Spende der Hugo-Rupf-Stiftung werde für den Bewegungsdschungel eingesetzt. 2023 wurde dieses Ferienangebot in der Wilhelm Leger-Halle von rund 2200 Kindern in Anspruch genommen, zusammen mit Eltern und Begleitpersonen von fast 4000 Besuchern: „Wir möchten die Gerätelandschaft gerne weiter ausbauen und dies sei leider nicht billig, auch wenn die Turnhalle selbst über gute Sportgeräte verfügt. Der Bewegungsdschungel wird super angenommen und der Termin für nächstes Jahr steht schon“.

Andrea Rexer von der Gesellschaft für Heimatpflege berichtete, dass erst vor wenigen Tagen ein Buch zur Geschichte von Rißegg und Rindenmoos vorgestellt wurde. Die Gesellschaft für Heimatpflege plant, weitere Heimatbücher, die anlässlich der Eingemeindungen vor 50 Jahren von einzelnen Gemeinden herausgegeben werden, finanziell zu unterstützen. Zudem sollen künftig jährlich zwei Veranstaltungen mit Referenten und direktem geschichtlichen Ortsbezug stattfinden.

Das Projekt „Geschichte der Landschaft Oberschwabens“ werde Anfang des Jahres fertiggestellt und das Video dann dem Kreismedienzentrum zur Verfügung gestellt. Auch für dieses relativ aufwendige Projekt werde die Spende der Hugo-Rupf-Stiftung eingesetzt.

Manfred Buck vom Dramatischen Verein führte aus, dass sich der DRAM in regelmäßigen Abständen auch an außergewöhnliche Theaterstücke wage, wie zum Beispiel in diesem Jahr im Rahmen der Heimattage an „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert: „Wir halten es für wichtig und wertvoll, auch Stücke zu spielen, die politisch und gesellschaftskritisch sind, aber von einem kleineren Publikum gesehen werden. 

Hierfür möchten wir die Spende der Hugo-Rupf-Stiftung einsetzen.“ Darüber hinaus wolle der Dramatische Verein mit einer attraktiven Preisgestaltung, insbesondere für Schüler und Schülerklassen, auch Jugendliche fürs Theater begeistern. 

Eine Premiere war die diesjährige Spendenübergabe für den gerade neugewählten Vorsitzenden der Biberacher Filmfestspiele, Harald Heigel. Er informierte darüber, dass der Verein Biberacher Filmfestspiele 2023 sein 20-jähriges Bestehen feiern konnte und er aktuell rund 400 Mitglieder zählt. Wichtig sei für den Verein, auch die Jugend zu gewinnen. Mit der Förderung der Hugo-Rupf-Stiftung sei daher im nächsten Jahr ein Sommerkino mit Kurzfilmen geplant, die von Jugendlichen gedreht wurden.

In einer Doppelrolle war Baubürgermeister Christian Kuhlmann bei der Spendenübergabe: Einmal in Vertretung von Oberbürgermeister Zeidler und zum anderen als Vorsitzender der Hugo Häring Gesellschaft, die in diesem Jahr ebenfalls mit einer Spende der Hugo-Rupf-Stiftung bedacht wurde.

Ziel der Gesellschaft sei es, den bedeutenden Architekten Hugo Häring wieder ins Gedächtnis zu bringen. Vor rund zwei Wochen sei im Museum die Ausstellung „Hugo Häring – Die Welt ist noch nicht ganz fertig“ eröffnet worden, die später auch an anderen Orten gezeigt werden solle.

Susanne Maier von der Jugendkunstschule berichtete, dass mit der Spende der Stiftung der „Malort“ weiter gefördert werden soll. Dies sei ein Atelier für Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren. Einmal pro Woche werde hier gemalt, gezeichnet und gebastelt.

Eine „Ausstellung in der Ausstellung“ plant das Museum. Mitarbeiterin Lisa Lütjens-Kresse berichtete von diesem Projekt der Bildungspartnerschaft mit dem Wieland- und Pestalozzi-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler der Kunst-Leistungskurse werden dabei Abbilder der Originalwerke der Abteilung „Moderne“ erstellen und in der Ausstellung präsentieren.

Friedrich Zügel und Ralf Klotz von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde informierten gleich über mehrere Projekte. Zum einen das Ferienlager Hölzle, das mit über 1000 Kindern regelmäßig ausgebucht sei. Und zum anderen über das große Chor- und Orchesterkonzert „Englische Chormusik und Ukrainische Orchestermusik“ mit 160 Mitwirkenden, das vor kurzem in der Stadtpfarrkirche aufgeführt wurde. Als internationales Spitzenorchester war die „Lemberger Philharmonie Symphonisches Nationalorchester & Chor“ aus Lwiw (Ukraine) zu Gast.

Zu den diesjährigen Spendenempfängern gehörten auch die städtischen Kindergärten in der Memelstraße und in Mettenberg, vertreten von Einrichtungsleiter Stefan Morlock und Jessica Bergmann vom Amt für Bildung-, Betreuung und Sport. In beiden Einrichtungen soll die Spende der Hugo-Rupf-Stiftung den kleinsten der Kleinen zugutekommen. Für die Kinder unter drei Jahren sollen Bewegungsbausteine und Spielbälle angeschafft werden.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)