Wärmeversorgung geplant Biberach sucht Partner für den Ausbau des Nahwärmenetzes

Biberach sucht Partner für den Ausbau des Nahwärmenetzes
Den weiteren Ausbau des Nahwärmenetzes will die Stadt gemeinsam mit einem Partner bewerkstelligen. Das Bild zeigt Bauarbeiten in der Schulstraße im August 2025. (Bild: Stadt Biberach)
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Die Stadt Biberach stellt die Weichen für den weiteren Ausbau der Nahwärmeversorgung. Geplant ist die Gründung einer Wärmegesellschaft mit einem strategischen Partner, außerdem wird die bisher vorgesehene Leitung in der Riedlinger Straße verworfen.

Der Gemeinderat hat sich vor der Sommerpause mit dem künftigen Ausbau des Nahwärmenetzes beschäftigt. Grundlage ist ein neuer Nahwärme-Masterplan, der auf den bisherigen Planungen sowie der kommunalen Wärmeplanung aufbaut. Ziel ist es, die Wärmeversorgung langfristig auszubauen und gleichzeitig wirtschaftlich zu gestalten.

Bestehendes Wärmenetz soll gestärkt werden

Zunächst soll die Versorgungssicherheit des bestehenden Netzes verbessert werden. Dafür sind drei kurzfristige Maßnahmen vorgesehen: die Optimierung der Heizzentrale in der Memelstraße, der Bau einer neuen Heizzentrale im Sennhofareal sowie die Einbindung des Pelletkessels am Wieland-Gymnasium in das Nahwärmenetz.

Die neue Anlage im Sennhofareal soll noch in diesem Jahr gebaut werden und ab dem Winter 2027/28 Wärme liefern. Sie wird zunächst mit Gas betrieben und dient als Übergangslösung. Langfristig soll die Wärmeversorgung deutlich stärker auf erneuerbare Energien setzen.

Neue Heizzentrale als Herzstück

Künftig soll eine neue Heizzentrale in der Breslaustraße den Ausbau des Wärmenetzes ermöglichen. Vorgesehen sind unter anderem oberflächennahe Geothermie und Pellets. Perspektivisch könnten auch Flusswasserwärme und mitteltiefe Geothermie eine Rolle spielen.

Ein vollständiger Ausbau des Nahwärmenetzes gilt zwar als bevorzugte Lösung, würde die Stadt jedoch rund 104 Millionen Euro kosten. Dabei hängen Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten unter anderem von einer hohen Anschlussquote ab.

Stadt sucht strategischen Partner

Da Planung, Bau und Betrieb eines Wärmenetzes die Möglichkeiten der Stadtverwaltung übersteigen, soll nach der Sommerpause europaweit ein strategischer Partner gesucht werden. Gemeinsam mit diesem soll eine Wärmegesellschaft gegründet werden, die den weiteren Ausbau übernimmt.

Keine Nahwärmeleitung in der Riedlinger Straße

Der Masterplan führt außerdem zu einer Änderung bei der geplanten Trassenführung. Entgegen früherer Planungen soll bei der Umgestaltung der Riedlinger Straße keine Nahwärmeleitung verlegt werden.

Nach Einschätzung der Verwaltung lassen sich die wirtschaftlich interessanten Bereiche im Westen der Stadt über eine alternative Trasse besser erschließen. Diese soll von der geplanten Heizzentrale an der Mittelbiberacher Steige über die Steigmühlstraße, den Kutzbergerweg und den Schlierholzweg bis zur Kapuzinerstraße führen.

(Quelle: Stadt Biberach)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.