Gesundheitsregionplus Landrat Elmar Stegmann eröffnete zweite Sitzung des Gesundheitsforums Landkreis Lindau

Landrat Elmar Stegmann eröffnete zweite Sitzung des Gesundheitsforums Landkreis Lindau
Das zweite Gesundheitsforum wurde von Landrat Elmar Stegmann eröffnet. (Bild: Landratsamt Lindau)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau (Bodensee) – Das Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus tagte zum zweiten Mal unter dem Vorsitz von Landrat Elmar Stegmann. Erneut nahmen 40 Expertinnen und Experten rund um das Thema Gesundheit teil, um gemeinsam an Lösungen zu regionalen, gesundheitlichen Herausforderungen zu arbeiten. „Das Ziel der Gesundheitsregion ist, den Gesundheitszustand der Bevölkerung durch Entwicklung passgenauer Lösungen unter Berücksichtigung der örtlichen Besonderheiten zu verbessern“, betonte Landrat Elmar Stegmann in seiner Eröffnungsrede.

Zunächst begrüßte Landrat Stegmann die Experten des Gremiums und fasste die Ziele der Sitzung ins Auge. Diese beinhalteten die Definition des Leitbildes, die detaillierte Betrachtung der Herausforderungen im Landkreis auf Basis der Expertenvorträge sowie die Gründung zweier Arbeitsgruppen zum Themenfeld „Vorsorge und Prävention/Pflege“. Landrat Stegmann betonte ferner die Themenschwerpunkte „Hand aufs Herz“, eine Kompanie gegen Herzinfarkt, des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie die Arbeitsgruppe „Allianz Demenz“, die sich der Arbeit zum Thema Demenz, unter der Leitung von Inge Patzke vom Landratsamt Lindau, widmet.

Nach dem Grußwort von Christina Hackel, welche über die fachliche Leitstelle seitens des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit für die Gesundheitsregion in Lindau zuständig ist, stellte der Geschäftsstellenleiter Thomas Kaleja die Fortschritte der Gesundheitsregion vor. Im Fokus stand dabei die Arbeitsgruppe zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im Landkreis. Der Sprecher der Arbeitsgruppe, Dr. Martin Hessz, präsentierte erste Ergebnisse eines Fragebogens, welcher von der Arbeitsgruppe entwickelt wurde.

Dieser dient zur Bestandsaufnahme der aktuellen Situation unter den Haus- und Fachärzten im Landkreis. Zudem wurden die Meinungen der Ärzte abgefragt, welche Entwicklungspotentiale sie für die künftige, ärztliche Versorgung im Landkreises sehen. „Eine genaue Analyse wird nun durch die Arbeitsgruppe durchgeführt, um daraus Maßnahmen für den Landkreis abzuleiten.“ so Dr. Hessz.

Neben der „Gesundheitsversorgung“ wurden im Verlauf der Sitzung des Gesundheitsforums noch zwei weitere Arbeitsgruppen initiiert. Diese haben ihren Schwerpunkt im Bereich der „Gesundheitsvorsorge und Prävention“ sowie in der „Pflege“.

Thomas Kaleja präsentierte auf Grundlage von Studien, wie wichtig die Gründung einer Arbeitsgruppe für das Themenfeld Pflege ist. Der Geschäftsstellenleiter freute sich über den klaren Auftrag des Gesundheitsforums: „Die Expertinnen und Experten der Gesundheitsregion haben der künftigen Arbeitsgruppe „Pflege“ den klaren Auftrag erteilt, sich primär auf die Personalgewinnung und die Bindung von Pflegefachkräften zu fokussieren.“

Andreas Nagel von der AOK Bayern stellte dem Expertengremium im Anschluss eine Auswahl wichtiger kommunaler Gesundheitsdaten vor. Laut dem Experten der AOK ist der Landkreis Lindau bereits sehr gut aufgestellt. Um diesen Stand zu halten, empfahl er der künftigen Arbeitsgruppe zur „Gesundheitsvorsorge und Prävention“, sich außerdem den Themen Bewegung, Ernährung sowie Stressbewältigung, Entspannung und psychische Gesundheit anzunehmen.

Aufbauend auf den Daten der AOK wird die Hochschule Kempten eine Bestands- und Bedarfsanalyse für die „Gesundheitsvorsorge und Prävention“ mit Handlungsempfehlungen für den Landkreis Lindau erstellen. Das Konzept hierfür wurde von Anna Westbrock vorgestellt. Professor Axel Olaf Kern von der Hochschule Ravensburg-Weingarten analysiert den Bestand und Bedarf zur Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Landkreis bis 2038.

Neben interessanten und inspirierenden Impuls- und Fachvorträgen bot das Gesundheitsform, welches erstmals in Präsenz tagen konnte, vor allem die Möglichkeit zur Vernetzung zwischen den Akteuren. Während der Veranstaltung war das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. „Die Pandemie ist noch nicht vorüber und die Gesundheit unserer Mitglieder liegt uns am Herzen“ erklärte Thomas Kaleja zu Beginn der Veranstaltung.

(Pressemitteilung: Landratsamt Lindau)