Friedrichshafen wird für vorbildliche Straßenbegrünung ausgezeichnet

Friedrichshafen wird für vorbildliche Straßenbegrünung ausgezeichnet
Gratuliert dem Ersten Bürgermeister Dr. Stefan Köhler (links) und Wolfgang Kübler, Leiter des Häfler Stadtbauamtes, per Video zur Auszeichnung: Dr. Eva Lohse, Oberbürgermeisterin a. D. und Vorstandsmitglied der Stiftung „Lebendige Stadt“.Stefan Köhler (li.) und Wolfgang Kübler, Leiter des Stadtbauamtes, entgegen. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat die Stadt Friedrichshafen für ihr vorbildliches Straßengrün im Rahmen des Veloprojekts ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 3000 Euro verbunden.

Dr. Eva Lohse, Oberbürgermeisterin a. D. und Vorstandsmitglied der Stiftung, war via Video zugeschaltet und gratulierte dem Ersten Bürgermeister Dr. Stefan Köhler und dem Team des Stadtbauamtes zur Auszeichnung.

„Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, die Stadt an die sich verändernden Klimaanforderungen anzupassen. Die Themen Verkehr, Umwelt und Biodiversität spielen dabei eine zentrale Rolle. Beim Veloring ist unserem Stadtbauamt die Verquickung dieser Themen sehr gut gelungen.“

Und weiter: „Die Auszeichnung bestärkt uns in unserer Arbeit und zeigt, dass Friedrichshafen trotz enormer Konkurrenz mit Projekten aus Städten wie Berlin und Potsdam mithalten kann“, erklärte der Erste Bürgermeister Dr. Stefan Köhler.

In vorbildlicher Weise entstand eine Symbiose zwischen dem zukünftigen, sieben Kilometer langen Veloring und den angrenzenden Grünflächen. Der Veloring wird als attraktive Radschnellverbindung einen Halbkreis um die Innenstadt spannen. Er wird aber nicht nur ausreichend breite Rad- und Fußwege bereitstellen, sondern diese in üppiges Grün einbetten.

Als Fläche für das Projekt wurde das dort verlaufende ehemalige Industriegleis verwendet. An mehreren Stellen wurde der Gleisschotter bewusst beibehalten, um dadurch wichtigen Lebensraum zu erhalten und zu verbessern.

Die Grünflächen mit ihrem natürlichen Charakter werten den Bereich auf und schaffen Aufenthaltsqualität. Die neuen Wiesen- und Saumflächen wurden in das städtische Grünflächenkataster des Stadtbauamts aufgenommen. Geplant ist, die ökologische Wertigkeit der Flächen nach etwa fünf Jahren durch ein Monitoring überprüfen zu lassen.

Zugrunde liegt ein Konzept zur Steigerung der Biodiversität und Artenvielfalt, das in einen landschaftspflegerischen Begleitplan eingearbeitet wurde. Die neuen etwa 5200 Quadratmeter Grünflächen wurden mit vier unterschiedlichen Saatarten aus gebietsheimischem, zertifiziertem Saatgut angesät. Ergänzt wurden die krautigen Strukturen durch 30 Bäume und zahlreiche Sträucher.

„Es ist eindrucksvoll, wie man hier einen Veloring in die Natur legt und dabei gleichzeitig die Steigerung von Biodiversität und Artenvielfalt als klares Ziel verfolgt. Durch die Partizipation der Menschen vor Ort ist damit nicht nur mehr Natur, sondern auch Identität entstanden. Damit ist Friedrichshafen ein Positivbeispiel für gelungene öffentliche Grüngestaltungen, das verdienter Maßen zu den Gewinnern unseres Wettbewerbs zählt“, so Dr. Eva Lohse.

Friedrichshafen ist in guter Gesellschaft: Neben der Zeppelinstadt werden Berlin, Solingen, Potsdam und Iphofen (Bayern), ausgezeichnet. Insgesamt sind 68 Bewerbungen für den von der Stiftung „Lebendige Stadt“ ausgelobten Bundeswettbewerb, mit dem nach vorbildlichen öffentlichen Straßenbegrünungen gesucht wurde, eingegangen.