Kopfschütteln in den Dolomiten Mit Halbschuhen unterwegs: Fünf junge Urlauber müssen von Steilhang gerettet werden

Mit Halbschuhen unterwegs: Fünf junge Urlauber müssen von Steilhang gerettet werden
Gefährlicher Leichtsinn in den Dolomiten: Fünf junge Urlauber müssen von Steilhang gerettet werden. (Symbolbild: iStock / Getty Images Plus)

In den Südtiroler Dolomiten musste die Bergwacht am Samstag fünf junge Männer retten. Die Gruppe war mit unzureichender Ausrüstung und leichten Schuhen an einem Schneehang in Not geraten.

Immer wieder kommt es vor, das ungeübte Touristen zu einer Wanderung in gefährliche Höhenlagen aufbrechen. Wenn sie dann in Sommerklamotten oder Turnschuhen nicht mehr weiterkommen, wird der Notruf gewählt. Dieser Trend ist besorgniserregend und gefährlich zugleich.

Steiles und gefährliches Gebiet

Die Bergrettung Villnöß wurde am Samstag kurz vor 13 Uhr zu einem Einsatz alarmiert. Fünf junge Erwachsene ausländischer Herkunft seien mit leichten Halbschuhen bekleidet bis an den äußerst steilen, felsdurchsetzten und Lawinengefährdeten Fuß der Nordwand der Sass Rigais (3.025 m) gekommen und nichts ging mehr.

Wie die Einsatzkräfte auf Facebook berichten, wurde bei der Rettungsaktion glücklicherweise niemand verletzt und alle betroffenen Personen konnten unverletzt ins Tal gebracht werden. Man kann von Glück sprechen, dass der Einsatz ein gutes Ende genommen hat, heißt es hier weiter. In diesem Zusammenhang warnt die Bergrettung Villnöß zu besonderer Vorsicht im Hochgebirge.

Erfahrung und Sicherheitsausrüstung ist ein Muss

Nur mit entsprechender Erfahrung, Sicherheitsausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) und einem gesunden Menschenverstand sollte man sich in solche Gebiete begeben, so die Profis.

Im Juni dieses Jahres stieg ein Urlauber – ebenfalls in völlig unpassender Kleidung – im Vinschgau (Südtirol) in eine Höhe von über 3.000 m und musste von den Einsatzkräften in einer gefährlichen Aktion gerettet werden.

(Quelle: Bergrettung Villnöß/Facebook)