Maultaschen sind neben Spätzle mit Soße eine Art schwäbisches Nationalgericht. Umso erschreckender, dass bei einem Test der Zeitschrift „Öko-Test“ nur wenige Produkte mit Fleischfüllung empfehlenswert sind.
Ein schwäbischer Mönch im Kloster Maulbronn stand einmal vor einem großen Problem: Während der Fastenzeit durfte kein Fleisch gegessen werden. Um es vor Gott zu verbergen, versteckte er es einfach in Nudelteig und kredenzte es seinen Mitbrüdern als Fastenspeise. Geborgen waren die „Hergottbescheißerle“, heißt es der schwäbischen Legende nach.
Heute gibt es das Lieblingsgericht vieler Schwaben gefüllt und vorgekocht deutschlandweit aus dem Kühl- und Tiefkühlregal vieler Supermärkte, Discounter und Co. Sie alle führen verschiedene Varianten als Fertigprodukte. Was versteckt sich außer Fleisch und Gemüse noch in den Maultaschen?
Viel Salz und Pestizidspuren
„Um das herauszufinden, haben wir zwölf Maultaschen eingekauft und im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Nur drei Produkte können wir mit der Note ´gut´ empfehlen. Die Hälfte der Maultaschen im Test bewerten wir mit ´ungenügend´ oder ´mangelhaft´“, heißt es in einer Mitteilung. Pestizidspuren, zu viel Salz und Haltungsformen, die unserer Ansicht nach nicht artgerecht sind, verderben den Appetit.
Sieger und Verlierer
Zu den Siegern laut Testbericht gehören unter anderem: „Bioverde frische Maultaschen mit Fleisch“ – Note „gut“ und „Bürger Bio Maultaschen“ – Note „gut“. Zu den Verlierern zählen „Ready Metzger Maultaschen mit Schweinefleisch“ von Penny – Note „ungenügend“. Hier wurden beispielsweise ein hoher Salzgehalt sowie Pestizid-Spuren bemängelt.
Kritisch wird es von „Öko-Test“ außerdem gesehen, wenn Maultaschen zu salzig sind. Salz kann bei empfindlichen Menschen den Blutdruck erhöhen.
Weitere Infos beim Testbericht: www.oekotest.de
(Quelle: Öko-Test)