In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren wieder umgestellt – und für viele beginnt damit eine kleine Herausforderung im Alltag. Während Smartphones und Funkuhren sich automatisch anpassen, müssen sich Menschen, Kinder und sogar Tiere erst an den neuen Rhythmus gewöhnen.
Die Diskussion über die Abschaffung der Zeitumstellung läuft seit Jahren. Dennoch bleibt sie uns vorerst erhalten.
Eine Stunde weniger – und der Körper merkt es
Bei der Umstellung auf die Sommerzeit wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Das bedeutet: eine Stunde weniger Schlaf.
Viele Menschen fühlen sich in den Tagen danach müder, unkonzentrierter oder aus dem Takt gebracht. Der Grund liegt im sogenannten Biorhythmus, der sich nicht sofort an die neue Zeit anpasst.
Kinder und Tiere kommen durcheinander
Besonders kleine Kinder reagieren empfindlich auf die Umstellung. Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus ist weniger flexibel, weshalb sich Einschlaf- und Aufstehzeiten oft verschieben. Auch Tiere kennen keine Uhr. Kühe müssen weiterhin gemolken werden, Hühner legen ihre Eier nach ihrem natürlichen Rhythmus. In der Landwirtschaft kann die Zeitumstellung daher durchaus für Umstellungen im Alltag sorgen.
Manche reagieren stärker als andere
Die Auswirkungen der Zeitumstellung sind nicht bei allen gleich. Studien zeigen, dass einige Menschen sensibler auf die Veränderung reagieren. Dazu zählen unter anderem Kinder, aber auch sogenannte „Frühtypen“. Auch Frauen berichten laut Untersuchungen häufiger von stärkeren Auswirkungen wie Müdigkeit oder Schlafproblemen. Insgesamt gilt jedoch: Wie stark die Umstellung empfunden wird, ist sehr individuell.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?
Eingeführt wurde die Zeitumstellung ursprünglich, um Energie zu sparen – vor allem durch eine bessere Nutzung des Tageslichts. Heute ist dieser Effekt umstritten. Viele Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Einsparungen gering sind oder sogar ganz ausbleiben.
Warum wurde sie noch nicht abgeschafft?
Die Europäische Union hatte bereits 2019 beschlossen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Seitdem stockt die Umsetzung. Der Grund: Die Mitgliedstaaten konnten sich bislang nicht darauf einigen, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Solange diese Frage offen bleibt, bleibt auch die Umstellung bestehen.
Diese Länder haben sie bereits abgeschafft
In vielen Ländern weltweit gibt es die Zeitumstellung bereits nicht mehr. Dazu gehören unter anderem:
- China
- Indien
- Russland
- Türkei
- Island
Auch in vielen weiteren Regionen wird auf die Umstellung verzichtet.
So merkt man sich die Umstellung
Eine einfache Eselsbrücke hilft:
👉 „Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür – im Herbst wieder zurück.“
Weitere Merkhilfen:
- „Spring forward – Fall back“
- „Im Sommer wird die Uhr vorgestellt, im Winter zurück“
- „Frühjahr = weniger schlafen, Herbst = mehr schlafen“
Tipps für die Umstellung
Mit ein paar einfachen Tricks fällt die Umstellung leichter:
- ein bis zwei Tage vorher früher ins Bett gehen
- morgens möglichst viel Tageslicht tanken
- auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus achten
Nach wenigen Tagen hat sich der Körper meist angepasst.