KVBW-Vorstand: Die Politik muss endlich reagieren

Die Köpfe der KVBW: Dr. med. Karsten Braun und Dr. med. Doris Reinhardt.
Die Köpfe der KVBW: Dr. med. Karsten Braun und Dr. med. Doris Reinhardt. (Bilder: KVBW)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Wenn nicht endlich etwas geschieht, werden die heute bereits spürbaren Einschränkungen in der Versorgung noch größer werden. Eindrücklich hat der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) den Handlungsdruck gestern im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages deutlich gemacht. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) fordert die Politik daher zum schnellen Handeln auf.

Über 500.000 Mal wurde die Petition zur Rettung der ambulanten Versorgung seitens der KBV unterzeichnet. „Allein diese Zahl zeigt sehr deutlich, wie die Sorge in der Bevölkerung um die Praxen heute ist. Völlig berechtigt, schließlich sind schon mehr als 1.000 Arztsitze in Baden-Württemberg nicht besetzt, davon mehr als 900 Hausarztsitze. Es wird daher mehr als deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist und wie wichtig es ist, dass die Politik endlich reagiert“, appellierte Vorstandsvorsitzender Dr. Karsten Braun.

KVBW-Vorständin Dr. Doris Reinhardt ergänzte: „Schade, dass der Bundesgesundheitsminister, der gestern ebenfalls in der Sitzung anwesend war, noch keinen Zeitplan vorgelegt hat, wann die versprochenen Änderungen für eine Aufhebung der Budgets, für weniger Bürokratie und funktionierende digitale Anwendungen auch umgesetzt werden. Die Zeit drängt, es wurde wieder eine Chance vertan, eine klare Perspektive für die Praxen aufzuzeigen.“

(Pressemitteilung: KVBW)