Jedes Jahr aufs Neue wird gezielt und ohne Wissen der Opfer unter den Kleidungsstücken gefilmt oder fotografiert. Die Polizei schnappte am Freitag zur Mittagzeit auf dem Münchner Oktoberfest einen Italiener.
Der 29-jähriger italienische Wiesnbesucher befand sich in einem Festzelt. Dabei hielt er sein Mobiltelefon unter den Rock einer 21-jährigen US-amerikanischen Feiernden, die auf einer Bierbank am Nachbartisch stand. Sein Fokus: Fotos machen.
2.000 Euro Sicherheitsleistung
Zeugen alarmierten die Polizei, nahmen den 29-Jährige vor Ort fest und brachten ihn zur weiteren Sachbearbeitung auf die Wiesnwache. Dort wurde er wegen einer Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt und sein Mobiltelefon wurde sichergestellt, so die Polizei.
Nach der Anzeigenbearbeitung und einer Zahlung einer Sicherheitsleistung von 2.000 Euro wurde er wieder entlassen. Polizeibeamte aus Italien, die an diesem Wochenende bei der Münchner Polizei auf der Wiesn mitarbeiteten, unterstützten bei der Sachbearbeitung. Dieser Fall von Upskirting ist bereits der vierte beim diesjährigen Oktoberfest.
Seit 2021 ist es eine Straftat, fremde Menschen heimlich im Intimbereich zu filmen oder zu fotografieren.
Beliebtes Teufelsrad mit Radlerhosen sicherer
Seit mehr als 110 Jahren gehört das Teufelsrad zu den beliebtesten Attraktionen auf der Wiesn. In den letzten Jahren geriet das Fahrgeschäft aber in den Fokus, nachdem immer wieder Videos von Frauen auf der rasant rotierenden Scheibe in den sozialen Medien landeten. Seit letztem Jahr gibt die Betreiberin deswegen Radlerhosen an die Besucherinnen aus, heißt es vom BR 24.
(Quelle: Polizeipräsidium München)