In Donauwörth haben aufmerksame Personen am Sonntagabend Hilfeschreie gehört. In der Annahme, es handelte sich um ein Mädchen in Not, verständigten sie sofort die Polizei.
Mehrere Streifen fuhren in der Nacht auf Montag zur gemeldeten Stelle und hörten ebenfalls Schreie. Den Beamten ging es wie den besorgten Anrufern, sie waren der Annahme, Schreie eines Kindes gehört zu haben.
Zum Glück niemand in Not
Was die Beamten bei ihrer Suche in dem Waldstück tatsächlich entdeckten war glücklicherweise kein Kind in Not, sondern ein Waldkauz. Von ihm gingen die hohen Schreie aus. Nach Angaben der Polizei war das Tier unverletzt.
Waldkauz galt früher als Totenvogel
Wenn es in Krimis dunkel oder gruselig wird, sind öfters die Rufe des Waldkauzes zu hören. Er gehört zur Familie der Eulen und war im Jahr 2017 der Vogel des Jahres. Wenn er schreit, gibt er ein hohes und langgezogenes „Huu-hu-huhuhuhuu“ von sich. Meist markiert er damit sein Revier. Im Mittelalter galt der Waldkauz als „Totenvogel“. Der Grund: Er war auffallend oft zur Stelle, wenn ein Mensch im Sterben lag.
Zum Glück ging die Geschichte in Donauwörth gut aus und es war niemand in Not. Lieber einmal zu viel als zu wenig nachschauen.
(Quelle: PM aktuell/NABU)