Langstreckenflüge sind oftmals nicht nur langweilig, sondern bergen auch das Risiko einer sogenannten Thrombose. Durch die starre Sitzhaltung kann das Blut nicht optimal zirkulieren und im schlimmsten Fall bildet sich ein Thrombus. Die Symptome treten oft schon kurz nach dem Flug auf, es können aber auch bis zu 14 Tage Zeit vergehen. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich auf einer langen Flugreise vor Thrombosen und anderen Beschwerden schützen.
So lindern Sie den Jetlag beim Langstreckenflug
Ein klassischer Begleiter beim Langstreckenflug ist der Jetlag. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie z.B. bei einem Flug von Frankfurt nach Windhoek in Namibia. Hier ist am Zielort die gleiche Uhrzeit, obwohl die Flugzeit über zehn Stunden beträgt. Verschiebt sich die Zeit, verliert der Körper dadurch seinen gewohnten Rhythmus. Klassische Folgen sind Tagesmüdigkeit, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme. Um den Jetlag möglichst gering zu halten, hilft es, sich schon vor dem Abflug auf die neue Zeitzone einzustellen. Verschieben Sie Ihre Schlafenszeiten in kleinen Schritten in Richtung des Ziellandes.
Während des Flugs sollte Alkohol tabu sein, besser sind kleine Mengen Wasser. Ab und an ein Nickerchen ist erlaubt, solange es sich nicht um einen langen Schlaf in den späten Nachmittagsstunden handelt. Wer sich nach der Ankunft so schnell wie möglich an den neuen Tageslauf anpasst, programmiert die innere Uhr schnell wieder richtig.
Ohrendruck und Zahnschmerzen im Flugzeug vermeiden
Durch die plötzlichen Druckveränderungen in der Kabine kann es beim Abflug und beim Landen zu schmerzhaftem Ohrendruck kommen. Kaugummi ist ein beliebtes Hilfsmittel, auch Gähnen und das Schlucken von Wasser können hilfreich sein. Weniger bekannt, aber trotzdem prägnant sind Zahnschmerzen beim Fliegen. Ursache dafür sind meist eingeschlossene Luft in undichten Füllungen oder unter Kronen. Bei Höhenveränderungen dehnt sie sich aus und es wird schmerzhaft. Die beste Lösung ist ein Arztbesuch vor dem Flug, insbesondere wenn es schon vor der Reise druckempfindliche Stellen im Bereich der Zähne gibt.
Bewegung und Flüssigkeit beugen Thrombosen vor
Die schon erwähnte Thrombose ist eines der gravierendsten Probleme, zu dem es über den Wolken kommen kann. Gerade bei Menschen mit Übergewicht oder mit erhöhtem Thromboserisiko kann stundenlanges Stillsitzen zu einem Problem werden. Aber auch gesunde Reisende müssen vorbeugen. Die wichtigste Maßnahme ist regelmäßige Bewegung, die hilft ganz nebenbei auch gegen Langeweile an Bord.
Stehen Sie während des Fluges immer wieder auf, gehen Sie durch den Gang oder machen Sie kleine Übungen im Sitzen. Bei gefährdeten Personen können gut angepasste Kompressionsstrümpfe sinnvoll sein. Sie fördern die Blutzirkulation und verhindern Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen. Kaffee und Alkohol sind tabu, stattdessen steht Wasser auf dem Plan.
Gegen Panik beim Flug mit diesen Tipps
Von Flugangst sind zahlreiche Menschen betroffen und auf Langstreckenflügen kann sich die innere Unruhe besonders gut ausbreiten. Wer mit Panikattacken zu kämpfen hat, braucht gezielte Vorbereitung. Atemübungen, Meditation und Muskelentspannung sind Hilfsmittel, die das Nervensystem beruhigen. Ausgeprägte Ängste erfordern oft ein beruhigendes Medikament, das vom Hausarzt verordnet wird. Hier gibt es pflanzliche Produkte oder bei starker Angst kurzfristig einsetzbare Medikamente, die die Reise erleichtern.
Viele Airlines haben geschultes Personal, dass sich mit der Problematik auskennt. Wenn Sie Angst verspüren, sprechen Sie die Flugbegleiter an, denn Sie sind nicht allein an Bord.