Finanz-Apps: Die Vor- und Nachteile der digitalen Helfer

Finanz-Apps: Die Vor- und Nachteile der digitalen Helfer
Finanz-Apps bieten ihren Nutzerinnen und Nutzern eine breite Palette von Funktionen. (Bild: Pixabay, 839105, Pexels)
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Teure Lebensmittel, hohe Mieten, ein schwächelndes Rentensystem – in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, Kosten zu kontrollieren und privat für die Zukunft vorzusorgen. Finanz-Apps können dabei eine Hilfe sein. Allerdings haben sie nicht nur Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Eine Vielzahl von Funktionen

Finanz-Apps bieten ihren Nutzerinnen und Nutzern eine breite Palette von Funktionen, die ihnen das Leben erleichtern, angefangen vom Senken von Kosten bis hin zur Verwaltung von Versicherungsverträgen. Einige Apps konzentrieren sich auf ein bestimmtes Feature, während andere multifunktional sind.

Ein Beispiel dafür ist die App des Finanzdienstleisters tecis. Mit dieser kostenlosen App haben Kunden und Kundinnen Zugriff auf ihr Online-Depot und mehrere Konten, auch bei verschiedenen Banken. Außerdem können sie mit der tecis-App ihre Versicherungspolicen digital archivieren. tecis verspricht dabei höchste Datensicherheit.

Sensibles Thema Cybercrime

Nutzerinnen und Nutzer sollten sich bewusst sein, dass Finanz-Apps sensible Daten speichern und daher potenzielle Ziele für Hackerangriffe sind. Allein im Jahr 2022 wurden 639 Finanz-Apps das Ziel von sogenannten Trojanern. Daher ist es äußerst wichtig, dass sie ihre Smartphones mit starken Passwörtern schützen und stets die neueste Firmware installiert haben.

Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz. Dabei melden sich die Personen mit ihrem Passwort und einem weiteren Bestätigungscode an, der beispielsweise vorab auf ihr Smartphone gesendet wird.

Neueste Technik für die Generation Z

Banken, Sparkassen, Finanzdienstleistungsunternehmen und Versicherer müssen sich auch in anderer Hinsicht absichern: Im Wettbewerb um die Kundschaft von morgen spielen Finanz-Apps eine entscheidende Rolle.

Die modernen Fintech- und Insurtech-Startup-Unternehmen haben die junge Generation im Blick, die im Zeitalter der Digitalisierung mit Internet und Smartphone aufgewachsen ist. Um nicht viele ihrer jungen Kunden und Kundinnen an die trendige Konkurrenz zu verlieren, müssen traditionelle Finanzmarken auch digital breiter aufgestellt sein und Finanz-Apps sowie weitere Online-Tools anbieten.

Mögliche Nachteile bei der Nutzung

Moderne digitale Angebote können jedoch auch Nachteile mit sich bringen. Neben den bereits erwähnten Risiken durch Cybercrime kann die Abhängigkeit von WLAN und digitalen Geräten dazu führen, dass es keinen Zugang zu Konto und Depot gibt, wenn eine technische Störung auftritt oder unterwegs kein Internet verfügbar ist. Dasselbe gilt, wenn das digitale Endgerät gestohlen oder verloren geht oder der Akku leer ist.

Ein weiterer Nachteil ist, dass eine Finanz-App keine persönliche Finanzberatung ersetzen kann. Komplexere finanzielle Entscheidungen, wie zum Beispiel der Online-Abschluss einer privaten Rentenversicherung, erfordern fundiertes Wissen. In solchen Fällen sollten die Personen im Zweifelsfall eine professionelle Finanzberatung in Anspruch nehmen.