Schüleraustausch zwischen Valence und Biberach

Schüleraustausch zwischen Valence und Biberach
Mit sechs Monaten Verspätung konnte der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen in Biberach und Valence nun endlich wieder stattfinden. (Bild: Matthias Förtsch)
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Redaktion

Mit sechs Monaten Verspätung hatten 36 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht und neun des Gymnasiums am Bischof-Sproll-Bildungszentrum (BSBZ) vom 5. bis 11. Oktober nun endlich wieder die Möglichkeit, an eine Tradition anzuknüpfen, die bereits seit mehr als zehn Jahre besteht: Der Schüleraustausch zwischen dem BSBZ und der Institution Notre Dame Valence (IND).

Am Mittwochmorgen um 7 Uhr, als endlich 36 von 37 Teilnehmenden im Reisebus saßen, wich die pandemiebedingte Anspannung endlich großer Erleichterung, da der Austausch nun tatsächlich stattfinden konnte. Die morgendliche Müdigkeit in Rißegg verwandelte sich zunehmend in Nervosität, bis der Bus schließlich gegen 17.30 Uhr in Valence eintreffen konnte. Dort wurden die deutschen Besucher bereits freudig von ihren französischen Austauschpartnerinnen und -partnern und deren Familien sowie den Kolleginnen, Kollegen und dem Schulleiter Jacques Berger erwartet. Die Schülerinnen und Schüler des BSBZ wurden von den Französischlehrerinnen Eva Schützbach und Beate Shaw sowie dem Schulleiter Matthias Förtsch begleitet. Ohne Zögern wurden die Schülerinnen und Schüler des BSBZ in französischer Lebensart von den Familien ihrer Austauschpartnerinnen und -partner aufgenommen.

Für Donnerstagvormittag hatten die französische Kollegin Myriam Deghislage und Sarah, die Absolventin des Europäischen Freiwilligendienstes, Schulführungen durch den weitläufigen Gebäudekomplex des IND und Internetrecherchen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten, die in den Folgetagen besichtigt werden sollten, vorbereitet. Nach einem französischen Mittagessen in der Schulkantine durften die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an einer spannenden Stadtrallye teilnehmen, bei der es nicht nur Fragen zu beantworten, sondern auch Fotos zu machen galt. Dabei erhielten die Teilnehmenden schnell einen guten Überblick über Valence, wobei sie gleichzeitig ihre Französischkenntnisse testen konnten. Den Abend verbrachten sie in den Gastfamilien.

Für Freitag war ein touristisches Highlight vorgesehen: ein Besuch der Grotte Chauvet. Dabei handelt es sich um einen täuschend echt wirkenden Nachbau der berühmten prähistorischen Höhle in der Ardèche. Besonders beeindruckend: die Höhlenmalereien und die Animation in der Galerie de l’Aurignacien mit dem „spectacle Animal“. Auf der Rückreise konnten noch Eindrücke in der Ardècheschlucht, ganz besonders vom viel fotografierten „Pont d’Arc“, gesammelt werden. Während die Schülerinnen und Schüler sich am Freitagabend bereits auf den Weg in das Wochenende mit den Gastfamilien machten, durften Schulleiter Förtsch und Berger sowie deren Kolleginnen in einer kleinen Feier noch KMK-Zertifikate der bestandenen Deutschprüfungen an die französischen Schülerinnen und Schüler aushändigen. Beim anschließenden französischen Abendessen planten Schulleitungen und Kolleginnen bereits motiviert an der Weiterführung des Austausches und weiterer Projekte, die die deutsch-französische Zusammenarbeit beider Schulen weiter stärken sollen.

Die französischen Gastfamilien hatten für das Wochenende zahlreiche Aktivitäten für die deutschen Gäste vorbereitet, unter anderem Lasergame, Acrobranche, Radtouren in Vercors oder Ardèche, Bowling, Einkaufstouren nach Lyon und vieles mehr.

Nach ausgefüllten Wochenenden begaben sich die deutschen Besucherinnen und Besucher zusammen mit Emmanuel Jacquard in den in Frankreich sehr berühmten Ort Grignan. Dort war eine Führung durch das Schloss vorgesehen, das durch die Briefe von Madame de Stael Weltruhm erlangte. Abgerundet wurde der Exkursionstag durch den großartigen Blick bis hin zum Mont Ventoux, den herrlichen französischen Backwaren der ortsansässigen Bäckerei und natürlich durch den Besuch im Druckereimuseum, in dem die Schülerinnen und Schüler kleine Texte entwerfen und drucken durften. Umso schwerer fiel der Abschied am Dienstagmorgen. Fast alle wären gerne noch eine Woche länger bei ihren französischen Freunden geblieben.

Ermöglicht wird der Austausch alle zwei Schuljahre durch die Unterstützung der Stadt Biberach und der Partnerschaftsvereine der Partnerstädte Biberach und Valence, durch Zuschüsse des deutsch-französischen Jugendwerkes und durch die unermüdliche Mitarbeit der Kolleginnen, Kollegen und Schulleitungen im IND und BSBZ.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)