Neue Sprache, neue Kultur STORZ begrüßt erstmals Azubis aus dem Ausland

Christian Rebmann, Bereichsleiter STORZ Baustoffe, und Werkleiter Matthias Kohli (r.) zeigen den indischen Azubis das STORZ-Schotterwerk Neuhausen ob Eck.
Christian Rebmann, Bereichsleiter STORZ Baustoffe, und Werkleiter Matthias Kohli (r.) zeigen den indischen Azubis das STORZ-Schotterwerk Neuhausen ob Eck. (Bild: STORZ / Beck)

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Mit der Ankunft von sechs Azubis aus dem Ausland hat STORZ im vergangenen Herbst ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen: Zum ersten Mal haben junge Männer aus Indien und aus dem Kosovo eine Lehre als Straßenbauer in dem Tuttlinger Verkehrswegebau-Unternehmen begonnen.

Sie treffen in Deutschland auf denkbar Ungewohntes: eine neue Sprache, eine neue Kultur und viele neue Gesichter. Die Bilanz aller Beteiligten nach wenigen Monaten ist ausgesprochen positiv.

Ende August landete mit dem jungen Kosovaren Florent Beqiraj der erste neue Azubi in Stuttgart. Auch wenn man sich bisher nur per Videokonferenz kannte, war das persönliche Treffen trotz der vielen Menschen im Ankunftsbereich überhaupt kein Problem. Das große STORZ-Schild, das Personalleiter Theo Hense und Ausbildungsleiter Herbert Aggeler zur Sicherheit mitgebracht hatten, wurde daher gar nicht erst benötigt.

Nur wenige Wochen später, im September und Oktober, folgten die fünf Azubis aus Indien. Ihrer Ankunft waren viele organisatorische Aufgaben vorausgegangen: Bewerbungsgespräche per Videokonferenz, die Organisation der Reise sowie die Suche nach Wohnungen, die auch eingerichtet werden mussten.

Und auch nach der Einreise gab es vieles zu organisieren: Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, die Eröffnung eines Bankkontos, die Beschaffung einer deutsche SIM-Karte für das Handy. Personalchef Hense: „Stellen Sie sich vor, Sie würden eine Ausbildung in einem völlig fremden Land wie Indien beginnen. Am Anfang hätte jeder von uns Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden.“ Daher wurden die Azubis vor allem in der Anfangsphase intensiv von der Personal- und Ausbildungsabteilung sowie den STORZ-Niederlassungen unterstützt.

Jochen Barany, Leiter der STORZ-Niederlassung Sigmaringen, heißt die indischen Azubis herzlich willkommen.
Jochen Barany, Leiter der STORZ-Niederlassung Sigmaringen, heißt die indischen Azubis herzlich willkommen. (Bild: STORZ / Beck)

Die fünf jungen Inder hatten sich bereits während der Vorbereitungsphase in ihrer Heimat kennengelernt und freuten sich daher über das Wiedersehen in Deutschland. Trotz der neuen Sprache, der neuen Kultur, dem fremden Essen und den vielen neuen Gesichtern war keinerlei Zurückhaltung zu spüren: Voller Motivation und Vorfreude starteten alle fünf Inder in ihre Ausbildung bei STORZ. Auf Deutsch kommen sie schon gut zurecht – sie haben sich in ihrem Heimatland immerhin das Sprachniveau B1 erarbeitet; zur Not wechselt man ins Englische.

Eine offizielle Begrüßung gab es auch von Seiten der Handwerkskammer Freiburg, welche das Projekt „Aus Indien nach Südbaden – Azubis fürs Handwerk“ ins Leben gerufen hatte. Christian Rebmann, Bereichsleiter STORZ Baustoffe, läutete den praktischen Teil ein und nahm die indischen Azubis mit zur Besichtigung des STORZ-Schotterwerks bei Neuhausen ob Eck. Hier zeigte er, wie im modernisierten Werk nachhaltig die Aufbereitung der mineralischen Rohstoffe erfolgt. Außerdem erläuterte er die Bedeutung der heimischen Rohstoffe für den Straßen- und Tiefbau. Besonders beeindruckend für die Azubis: die 50 m hohe Steinbruchwand, wo der Jurakalkstein von dem neuen 95-to-Bagger gelöst und auf den Muldenkipper verladen wird.

Inzwischen sind die sechs ausländischen Azubis in den STORZ-Niederlassungen Donaueschingen und Sigmaringen im Einsatz. Deren Chefs sind voll des Lobes. Karsten Roth, Niederlassungsleiter in Donaueschingen: „Unsere Poliere sind äußerst zufrieden mit den jungen Männern. Auf den Baustellen bringen Sie sich voll ein, und bei ihrer schulischen Ausbildung zeigen sie manchmal sogar bessere Leistungen als ihre deutschen Mitschüler.“ Kein Wunder, fügt Roth hinzu, seine drei Schützlinge hätten in ihren Heimatländern eine unserem Abitur vergleichbare Ausbildung genossen.

Auch der Sigmaringen Niederlassungsleiter Jochen Barany stimmt seinem Kollegen zu: „Sprachlich gibt es eigentlich keine Probleme. Auf den Baustellen sind unsere drei jungen indischen Kollegen gut integriert. Berufsschullehrer berichten sogar, dass sie durch ihren Ehrgeiz positiven Einfluss auf die ganze Klasse haben. Sie alle sind sehr engagiert.“

Eine durchweg positive Erfahrung also bei STORZ. Das Pilotprojekt „Azubis aus dem Ausland“ will man daher im nächsten Ausbildungsjahr fortsetzen.

(Pressemitteilung: STORZ)