Präventionsprojekt unterstützt sicheren Umgang von Kindern mit der virtuellen Welt

Präventionsprojekt unterstützt sicheren Umgang von Kindern mit der virtuellen Welt
Kinder kommen heute häufig schon sehr früh mit Medien in Berührung// Symbolbild. (Bild: picture alliance / Westend61 | Jose Carlos Ichiro)

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Ein gemeinsames Projekt der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg und des Landratsamtes Tuttlingen ist für den Internationalen Deutschen PR-Preis 2024 der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG) in der Kategorie Gesundheit und Life Science nominiert.

Damit würdigt der Verband die PR-Arbeit rund um das Präventionsprojekt „Medienkompetenz von Kindern stärken“. Ziel des Projekts ist es, durch begleitende Informationen und Angebote Unterstützung zu bieten, damit Grundschulkinder mehr Medienkompetenz entwickeln und sich gut in der digitalen Welt zurechtfinden können. Die Gewinner des diesjährigen Preises werden am 16. Mai in Hannover gekürt.

Kinder kommen heute häufig schon sehr früh mit Medien in Berührung. Informationen finden ihren Weg mitunter ungefiltert ins Kinderzimmer. Die Übergänge von offline und online werden für viele Heranwachsende fließend. Daher ist es wesentlich, dass Kinder rechtzeitig die Basis für einen sicheren, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit digitalen Medien lernen.

Dafür brauchen sie Bezugspersonen an ihrer Seite, die sie begleiten und für die Vermeidung von Gefahren sensibilisieren. Denn je besser Eltern und erwachsene Bezugspersonen informiert und in den Gebrauch der digitalen Medien eingebunden sind, desto sicherer können Kinder sich im Netz bewegen.

Das Präventionsprojekt punktet durch den Einsatz innovativer pädagogischer Methoden und befasst sich kindgerecht mit den Herausforderungen der digitalen Welt. Im Zentrum steht das Theaterstück „@Ed und ich“ des Präventionstheaters „Mach was“ unter der Leitung von Monika Wieder. Darin geht es um die kleine Leonie, die von ihrer Großmutter einen Laptop geschenkt bekommt und sich in den Bann eines angesagten digitalen Spiels ziehen lässt. Darüber vernachlässigt sie nicht nur ihre Freunde und die Schule, sondern tätigt auch noch verbotene In-App Käufe mit fremdem Geld.

In 45 Minuten gelingt es der Theatergruppe, die Zuschauenden auf kindgerechte Art über zahlreiche Gefahren in der digitalen Welt zu informieren. Anschließende Gespräche im Klassenverband lassen den Kindern viel Raum, eigene Erfahrungen einzubringen und mit der Gruppe zu diskutieren.

Das Projekt hat sein ursprüngliches Ziel weit übertroffen und mittlerweile über 80 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler im Landkreis Tuttlingen erreicht. Inzwischen wurde es auch auf den Landkreis Rottweil ausgerollt. Hier beteiligen sich seit dem Auftakt im März bereits knapp 60 Prozent der Schulen. Für das kommende Jahr laufen bereits die ersten Gespräche im Schwarzwald-Baar-Kreis. Im Vorfeld des Projekts wurde ein Arbeitskreis der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Landkreises Tuttlingen gebildet, der nach gleichem Vorbild auch auf die weiteren Kreise übertragen wurde und wird. Wesentliches Ziel ist die interdisziplinäre Vernetzung, um die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern sowie Erziehenden und Lehrkräften nachhaltig zu fördern, die Medienbildung in der Region zu stärken sowie überregional als Vorbild zu wirken.

Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern des Gesundheitsamtes Landkreis Tuttlingen, der Kommunalen Gesundheitskonferenz, der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Polizeidirektion Konstanz/Abteilung Prävention, der Schulpsychologische Beratungsstelle Singen, dem Kreismedienzentrum Tuttlingen, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg, dem Amt für Familie, Kinder und Jugend und der Fachstelle Sucht in Tuttlingen, zusammen.

(Pressemitteilung: Landratsamt Tuttlingen)