Großer Andrang bei der sechsten Auflage der „Zukunftstour Handwerk“ in Tuttlingen: Rund 50 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen im Kreis nutzten die Gelegenheit, verschiedene Ausbildungsberufe kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.
Zum Auftakt erhielten die Jugendlichen in der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen einen Überblick über die Vielfalt im Handwerk. Insgesamt gibt es rund 130 Ausbildungsberufe allein in diesem Bereich, insgesamt sogar 350 bis 380 duale Ausbildungsberufe. Anschließend ging es in die teilnehmenden Betriebe, wo die Jugendlichen selbst Hand anlegen konnten.

Gemeinsam mit den Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen erkundeten die Teilnehmenden sieben verschiedene Berufe. Bei Hohner.Ausbau.Farbe.Fassade. lernten sie etwa den Beruf des Malers kennen und probierten sich direkt in praktischen Aufgaben wie der Abklebtechnik aus. Auch bei Partut Elektrotechnik konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv werden und Einblicke in den Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik gewinnen.

Weitere Stationen führten unter anderem zur Christian Teufel Sohn GmbH Natursteine, wo gezeigt wurde, welche Arbeiten mit Naturstein möglich sind, sowie zum Medizintechnikunternehmen Getsch+Hiller, wo der Beruf des Chirurgiemechanikers vorgestellt wurde. In der Schreinerei Strohm konnten die Jugendlichen den Schreinerberuf näher kennenlernen und ihre eigenen Fähigkeiten testen.
Solche Angebote sind für viele Schülerinnen und Schüler besonders wichtig, da sie bei der großen Auswahl an Berufen oft unsicher sind, welcher Weg der richtige ist. Die Zukunftstour bietet ihnen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und direkt mit Betrieben in Kontakt zu kommen – häufig ein erster Schritt hin zu Praktika oder späteren Ausbildungsplätzen.
„Handwerk ist nicht nur modern, sondern bietet den Vorteil, dass es zwar durch die KI unterstützt, aber nicht ersetzt werden kann. Berufe im Handwerk sind also Berufe mit Zukunft“, sagte Klemens Dörfflinger von der Handwerkskammer Konstanz.
Auch Jan Buschmann von der Berufsberatung betonte den praktischen Ansatz: „Bei der Zukunftstour können die Jugendlichen direkt und unkompliziert mit Personalverantwortlichen und Azubis aus den Betrieben sprechen und dürfen selbst Arbeitsschritte, Material und Werkzeug ausprobieren.“
Die „Zukunftstour Handwerk“ ist ein gemeinsames Projekt der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen, der Handwerkskammer Konstanz und der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen. Unterstützt wurde die Aktion von der Stadt Tuttlingen sowie mehreren regionalen Betrieben.
(Quelle: Presse / Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen)