Die Stadt Tuttlingen veröffentlicht eine Starkregen-Gefahrenkarte für Hausbesitzer. Sie zeigt, welche Grundstücke bei Starkregen besonders gefährdet sind und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sein können.
Starkregenereignisse wie das Seltenbach-Hochwasser am 28. Juli 2014 lassen sich angesichts des Klimawandels nicht verhindern. Um Bürger besser auf solche Wetterlagen vorzubereiten, hat die Stadt Tuttlingen im Rahmen ihres Starkregenmanagements die Gefährdung im gesamten Stadtgebiet untersuchen lassen.
Starkregen-Gefahrenkarte für das gesamte Stadtgebiet
Das Ingenieurbüro itr GmbH erstellte dafür ein digitales Geländemodell und simulierte unterschiedliche Starkregenereignisse in drei Abflussszenarien. Neben der Topografie flossen auch die Bebauung sowie versiegelte Flächen in die Berechnungen ein.
Auf dieser Grundlage entstanden flächendeckende Starkregen-Gefahrenkarten. Sie zeigen, welche Bereiche und Gebäude bei Starkregen potenziell betroffen sind und mit welchen Wassertiefen im Ernstfall gerechnet werden muss.
Risiko für jedes Grundstück einsehbar
Unter www.tuttlingen.de/starkregen können Bürger die Karten einsehen. Dort lässt sich das Risiko für jedes einzelne Grundstück ablesen. Hausbesitzer erhalten so eine bessere Einschätzung, wie stark ihre Immobilie gefährdet ist und ob Schutzmaßnahmen sinnvoll sein könnten.
Als mögliche Vorsorgemaßnahmen nennt die Stadt unter anderem Verbesserungen an Kellerzugängen oder den Einbau eines Rückstauschutzes. Zudem finden sich auf der Internetseite weitere Hinweise zum Schutz vor Starkregen.
Stadt empfiehlt rechtzeitige Vorsorge
Die Stadt rät Eigentümern, die Karten sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dies könne auch versicherungsrechtliche Auswirkungen haben. Versicherungen machten eine Schadensregulierung zunehmend davon abhängig, ob ein Gebäude ausreichend gegen Hochwasser geschützt sei.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)