Das Präventionsprojekt „Auf Messers Schneide“ unterstützt Schulen im Landkreis Tuttlingen bei der Gewaltprävention. Die Initiative richtet sich an Schüler der Klassen 7 und 8 sowie an Berufsschulen.
Gewalt unter Jugendlichen zählt zu den zunehmenden Herausforderungen an Schulen. Gruppendruck, Ohnmachtsgefühle, ungelöste Konflikte oder belastende Erfahrungen können dazu führen, dass Situationen eskalieren. Um junge Menschen frühzeitig zu stärken und Schulen bei der Präventionsarbeit zu unterstützen, haben das Landratsamt Tuttlingen, die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Konstanz und weitere Partner das Präventionsprojekt „Auf Messers Schneide“ ins Leben gerufen.
Theaterstück als Einstieg in die Gewaltprävention
Bei einer Auftaktveranstaltung im Landratsamt wurde das Projekt den Schulen des Landkreises vorgestellt. Herzstück der Initiative ist ein Theaterstück des Präventionstheaters MACH WAS, das direkt an den Schulen aufgeführt wird. Es zeigt anhand lebensnaher Situationen, wie Konflikte entstehen, welche Rolle Gruppendruck spielt und wie sich Konflikte deeskalieren lassen.
Im Anschluss an die Aufführung wird das Thema pädagogisch vertieft. Speziell geschulte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte führen mit den Klassen Workshops zur Gewaltprävention durch.
Konfliktlösungen stärken und Hilfe aufzeigen
Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler in ihrer Fähigkeit zur Konfliktlösung zu stärken, Alternativen zu Gewalt aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, schwierige Situationen frühzeitig zu erkennen sowie Hilfe anzunehmen.
„Schulen leisten weit mehr als Bildungsarbeit – sie begleiten junge Menschen in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung. Als Landkreis sehen wir es deshalb als unsere Aufgabe, die Schulen mit starken Präventionsangeboten zu unterstützen. Die Verbindung aus Präventionstheater und pädagogischer Nachbereitung durch das Referat Prävention beim Polizeipräsidium Konstanz schafft die Voraussetzung dafür, dass das Thema Gewaltprävention nachhaltig im Schulalltag verankert werden kann“, sagte Bernd Mager, Sozialdezernent des Landkreises Tuttlingen.
AOK und Polizei unterstützen das Projekt
Auch die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg beteiligt sich an der Initiative. „Als AOK engagieren wir uns bei diesem Projekt, weil Gewaltprävention für uns auch Gesundheitsförderung ist. Gesundheit bedeutet nicht nur körperlich gesund zu sein. Gesundheit bedeutet auch, sich sicher zu fühlen, Konflikte bewältigen zu können und zu wissen, wo man Hilfe bekommt“, erklärte Barbara Neff, stellvertretende Geschäftsführerin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.
Joachim Schön vom Referat Prävention beim Polizeipräsidium Konstanz betonte: „Die Präventionsarbeit ist ein wichtiger Baustein, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht. Deshalb ist es uns als Polizei ein großes Anliegen, dass wir möglichst viele Menschen mit unseren Angeboten erreichen. Mit dem Gemeinschaftsprojekt sollen Kinder und Jugendliche im Bereich der Gewaltprävention informiert, sensibilisiert und vor allem gestärkt werden, um in entsprechenden Situationen angemessen reagieren und Gefahren minimieren zu können.“
Das Präventionsprojekt wird von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg finanziell unterstützt und ist für die teilnehmenden Schulen kostenlos.
(Quelle: Landratsamt Tuttlingen)