Kreisverband von B90/Die Grünen besucht Landeserstaufnahmeeinrichtung in Sigmaringen

Mitglieder und Interessierte des Kreisverbandes von B90/Die Grünen Sigmaringen haben die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) besucht.
Mitglieder und Interessierte des Kreisverbandes von B90/Die Grünen Sigmaringen haben die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) besucht. (Bild: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

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Auf große Resonanz stieß die Einladung des Kreisverbandes von B90/Die Grünen Sigmaringen an Mitglieder und Interessierte, die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Sigmaringen zu besuchen. Vor Ort gab es viele interessante Informationen.

Die Gruppe wurde von Hardy Losekamm, dem Leiter sowie von Charlotte Heilmann, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung, durch die Anlage geführt.

Bei ihrem Rundgang durch die verschiedenen Gebäude des weitläufigen Areals, lernten die Besucher jeweils den Zweck eines Gebäudes kennen und bekamen die ausgefeilten Abläufe für eine gute und schnelle Versorgung der Geflüchteten erläutert.

1.200 Geflüchtete leben derzeit vor Ort

Die insgesamt rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller auf dem Gelände aktiven Behörden und Dienstleister versorgen und betreuen in der Einrichtung derzeit ca. 1.200 Geflüchtete – zu Dreiviertel junge Männer.

Besonderes in letzter Zeit sei jedoch die Ankunft von Familien mit Kindern wieder angestiegen, erklärte LEA-Leiter Losekamm. Diese kommen aktuell hauptsächlich aus den Ländern Türkei, Syrien und Afghanistan. Überrascht waren die Besucher von der Tatsache, dass täglich zwischen 20 und 30 Personen direkt vor der LEA um Einlass bitten.

Ehrenamtler und ehemalige Flüchtlinge helfen aktiv mit

Alle Mitarbeiter arbeiten zwar im Auftrag des Regierungspräsidiums, sind aber teilweise in separaten Firmen oder Organisationen beschäftigt. Beim Sicherheitsdienst arbeiten viele ehemalige Geflüchtete, die selbst schon einmal in der LEA in Sigmaringen waren und die den geflüchteten Menschen nicht nur als Wegweiser, sondern auch als Ratgeber oder als Dolmetscher zur Verfügung stehen.

Beide LEA-Vertreter betonten, welche wichtige Rolle ehrenamtliche Helfer rund um den Betrieb der LEA spielen. „Inzwischen gelingt es uns dank der guten Zusammenarbeit aller, auch unerwartet größere Personengruppen zügig zu versorgen und unterzubringen“, stellte der Leiter zufrieden fest.

Mehrheit der Geflüchteten verhält sich vorbildlich

Im Anschluss konnten sich die Gäste noch mit den Verantwortlichen einzelner Bereiche austauschen. Dabei wurde deutlich, dass der Polizeiposten, der neben der LEA eingerichtet wurde, nicht nur von der Bevölkerung geschätzt, sondern gleichermaßen von Geflüchteten und den Mitarbeitern als wertvoll und hilfreich empfunden werde.

Charlotte Heilmann wies darauf hin, dass die Mehrheit der Geflüchteten sich vorbildlich verhalten würde, jedoch 5 Prozent Problemfälle das öffentliche Bild prägten. Deshalb werde das mit allen Beteiligten entwickelte und erfolgreiche Sicherheitskonzept fortlaufend überprüft und angepasst.

„Wir tun alles dafür, dass Sie sich sicher fühlen“, versicherte LEA-Leiter Losekamm. Auch mit mehr Begegnungsmöglichkeiten hoffen die Verantwortlichen, das Verständnis für die Geflüchteten sowie das Sicherheitsgefühl der Bürger zu fördern.

(Quelle: B90/Die Grünen, Kreisverband Sigmaringen)