Die Stadt an der Donau ist an diesem Wochenende außer Rand und Band und freut sich auf viele närrische Besucher, um gemeinsam zu feiern. Höhepunkt des VSAN-Landschaftstreffen Donau ist der große Umzug am Sonntag, ab 12.30 Uhr.
Die Narrenzunft Spritzenmuck e. V. wurde 1955 gegründet, doch die Fasnet spielte in Ehingen schon viel länger eine wichtige Rolle. Die früheste Datierung geht dabei auf das Jahr 1618 zurück. Im Jahr 1934 trat die Narrenzunft der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) bei. Großes Augenmerk wird auf die Erhaltung, die Pflege und die Fortentwicklung des im schwäbisch-alemannischen Sprachraums vorhandenen alten Fastnetsbrauchtums gelegt.
Den furiosen Auftakt der Ehinger Ehinger Straßenfasnet bildet normalerweise der Glombige Doschtig. Wenn an diesem Tag der erste Paukenschlag erfolgt und die Narren in umfangreicher weise alle Gewalt an sich reißen, dann wiederholt sich jährlich ein beliebtes Brauchtumsspiel, welches Groß und Klein gleichermaßen begeistert.
Zusammen das Gesicht der Ehinger Fasnet
„Jede der Figuren der Ehinger Fasnet hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Charakter, ihren unverkennbaren Klang – und doch bilden sie zusammen das Gesicht der Ehinger Fasnet“, schreibt Manuel Hagel, CDU-Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg für den Wahlkreis Ehingen im Grußwort zum großen VSAN-Landschaftstreffen.
Zur Narrenzunft gehören sechs Gruppen: Die Muckenspritzer als Namensgeber, die farbenfrohe Kügele, die Dämonen mit ihrem Groggentäler, die Wilden Weiber, die Büttel und Krettenweiber und die Mate-Kapelle mit ihrem Pfannen-Mate.
„Für Ehingen bedeutet die Fasnet ein starkes Band zwischen Generationen, ein verbindendes Element zwischen Stadtteilen und ein offenes Tor für Gäste aus Nah und Fern“, heißt es von Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann. Das werden sich viele Narren und Besucher sicherlich zu Herzen nehmen und am Mega-Wochenende 17. und 18. Januar die Donaustadt besuchen, um sich dann ins närrische Treiben zu stürzen.
Brauchtumsvorführungen am 17. Januar:
- 18:00 Uhr – Narrenmesse
(Kirchplatz 1, 89584 Ehingen) - 19:30 Uhr – Kügelestanz im Scheinwerferlicht am Sternplatz
(Gymnasiumstraße 17-19, 89584 Ehingen) - 20:00 Uhr – Hexen-Feuersprung der Wilden Weiber mit beeindruckenden Feuersprüngen
(Gymnasiumstraße 17-19, 89584 Ehingen) - 20:20 Uhr – Furio`s brennt
(Gymnasiumstraße 17-19, 89584 Ehingen) - 21:00 Uhr – Groggentäler Ausgrabung
Der im Schlamm und Sumpf versunkene Groggatäler wird erweckt, damit auch er am Landschaftstreffen 2026 teilhaben kann.
(Bahnhofstraße 1, 89584 Ehingen)
Großer Umzug mit über 40 Zünften des VSAN
Der große Umzug mit über 40 Zünften des VSAN wird am Sonntag, 18. Januar, ab 12:30 Uhr, wie ein bunter Lindwurm die knapp zwei Kilometer lange Strecke entlangziehen. Angeführt wird er von den Donauzünften.
Viele helfende Hände
Möglich ist so ein großes närrisches Fest nur durch die Mithilfe vieler. „Darum gilt unser besonderer Dank den Mitgliedern der Narrenzunft Spritzenmuck, den zahlreichen Vereinen, Helfern sowie allen Unterstützern aus Ehingen und der ganzen Region. Ohne euch wäre dieses Landschaftstreffen nicht möglich“, heißt es von Volker Raiber, Zunftmeister der Narrenzunft Spritzenmuck. Darauf ein kräftiges Narri Narro und Kügele Hoi!
Was steckt hinter Kügeleshausen?
Ehingen wird als Kügeleshausen bezeichnet, weil es traditionell mit der schwäbisch-alemannischen Fastnacht verbunden ist, speziell mit den „Kügele“ (kleine, bunte Wollkügelchen), die bei der Narrenzunft „Spritzenmuck“ eine große Rolle spielen, sowie den historischen „Kügele“ (schneeweiße Knödel in einer Fleischbrühe) als lokal bekanntes Gericht; der Name wurde durch einen Zeitungsartikel in einem oberschwäbischen Medium von 1848 populär und etablierte sich so als Narrenname der Stadt.
Weitere Infos zum großen Landschaftstreffen in Ehingen und alle Termine zur Hauptfasnet 2026 gibt es unter www.narrenzunft-spritzenmuck.de und www.landschaftstreffen2026.de




