Der neue Jahrgang des Martinsberg-Weins ist in Weingarten vorgestellt worden. Rund 1.000 Liter Johanniter entstehen nach der Lese 2025 in Handarbeit und überzeugen mit fruchtigem Geschmack.
Im Klostergarten haben die Weinbergfreunde den neuen Jahrgang des Martinsberg-Weins präsentiert. Die Trauben reiften im vergangenen Sommer rund um die Basilika und wurden im September sorgfältig von Hand gelesen. Aus der Ernte entstanden rund 1.000 Liter Johanniter.
Johanniter trotzt Wetterextremen
Bereits bei der Gründung des städtischen Weinbergs Ende der 1990er-Jahre fiel die Entscheidung auf die robuste Rebsorte Johanniter. Sie gilt als sogenannte Zukunftsrebe und kommt mit den Herausforderungen des Klimawandels sowie längeren Regen-, Hitze- und Trockenphasen gut zurecht. Diese Eigenschaften bewährten sich auch im wechselhaften vergangenen Sommer.
Der neue Jahrgang überzeugt erneut. „Ein schöner, spritziger Sommerwein mit einer leichten Grapefruit- oder Pfirsich-Note“, beschreibt Uwe Stürmer von den ehrenamtlichen Weinbergfreunden den Martinsberg 2025. „Ein Wein, der Freude macht.“
Mehr als 220 Stunden ehrenamtlicher Einsatz
Rund 220 Stunden investierten die Weinbergfreunde um Uwe Stürmer, Günter Staud, Michael Linse und Gerhard Wirbel im vergangenen Jahr in die Pflege der Reben hinter dem Fruchtkasten, entlang der Basilikatreppe und am Mostgässle. Sie arbeiteten dabei sowohl an heißen Tagen als auch in den kühlen Morgenstunden.
Bei der Verkostung am Freitag, 3. Juli 2026, würdigte Oberbürgermeister Clemens Moll das Engagement der Ehrenamtlichen. „Ein hervorragender Wein fällt nicht vom Himmel“, sagte er mit Blick auf die Unterstützung der Kirche. Er dankte den Weinbergfreunden, dem Baubetriebshof, der Kirchengemeinde St. Martin sowie dem Land für die verlässliche Zusammenarbeit.
Nach seinen Worten steht der unverkäufliche Martinsberg-Wein inzwischen für ein Stück Weingartener Identität. Wer ihn zu einem besonderen Anlass kosten darf, wisse diesen besonderen Tropfen entsprechend zu schätzen.
(Quelle: Stadt Weingarten)