Bund fördert Sanierung des Hallenbades mit über fünf Millionen Euro

Bund fördert Sanierung des Hallenbades mit über fünf Millionen Euro
Blick ins Hallenbad. (Bild: Jörg Sträßle)

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In der vergangenen Woche hat die Stadt Weingarten die freudige Nachricht erhalten, dass der Bund die Sanierung des Hallenbades mit 5.273.574 Euro fördern wird. Dies sind 75 Prozent der geplanten Investitionskosten von knapp über 7 Millionen Euro. Damit hat sich der große Einsatz aller Beteiligten bezahlt gemacht.

Der Gemeinderat hat im Herbst 2023 der geplanten Sanierung des Hallenbades zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, einen Zuschussantrag im Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu stellen. Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt konnte der erhöhte Fördersatz für finanzschwache Kommunen von 75 Prozent statt 45 Prozent beantragt werden. Die Entscheidung über die Förderungen hat sich infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zum Bundeshaushalt mehrfach verzögert, das Fördervolumen wurde zudem von 400 auf 200 Millionen Euro halbiert.

Am 13. März hat der Haushaltsausschuss des Bundestages nun entschieden und insgesamt 68 Vorhaben deutschlandweit und acht in Baden-Württemberg bewilligt. Die Sanierung des Hallenbades in Weingarten ist das einzige Projekt, das in der Region Bodensee-Oberschwaben ausgewählt wurde. Eingereicht wurden 812 Projektskizzen mit einem beantragten Fördervolumen von rund 2,55 Milliarden Euro.

„Ich bin überglücklich über diese freudige Nachricht aus Berlin und freue mich sehr, dass wir mit unserem schlüssigen Konzept überzeugen konnten. Bei allen Beteiligten bedanke ich mich sehr herzlich für ihren großen Einsatz. Von den Mitarbeitern im Hallenbad und der Verwaltung bis hin zu den Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises: Es war eine vorbildliche Zusammenarbeit, bei der ein Rädchen in das andere gegriffen hat“, so Oberbürgermeister Clemens Moll.

Vermutlich konnte Weingarten mit dem Alleinstellungsmerkmal punkten, dass aus zwei Hallenbädern eins wird. Denn durch die angedachte Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg plant dieses sein ebenfalls in die Jahre gekommenes Hallenbad an der Pädagogischen Hochschule aufzugeben und sich im städtischen Hallenbad einzumieten. Dadurch ergeben sich einzigartige Synergien in den Bereichen CO2-Einsparung (Bau und Betrieb), Ressourcenschutz (Fläche), Nutzung (höhere Auslastung, Effizienz) und Finanzen (weniger Einsatz von Steuergeldern bei Land und Stadt).

Der Werkleiter des Eigenbetriebes Stadtwerke Weingarten, Bürgermeister Alexander Geiger, ergänzt: „Diese Nachricht gibt uns Rückenwind für die weitere Planung der Sanierungsarbeiten im Hallenbad. Wir können in diesen Tagen das Auswahlverfahren für Architekten- und Fachplaner-Leistungen zum Abschluss bringen. Die beauftragten Planer nehmen nun ihre Arbeit auf, und wir wollen die Planungsleistungen bis Ende des Jahres abschließen.“ Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten im Laufe des kommenden Jahres beginnen und das umfänglich sanierte Hallenbad voraussichtlich im Jahr 2027 wiedereröffnet.

(Pressemitteilung: Stadt Weingarten)