VR-Banken sind zuverlässiger Partner für die Region

VR-Banken sind zuverlässiger Partner für die Region
v.l.n.r. Franz Schmid – Vorsitzender der Bezirksvereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbanken Ravensburg Bodensee Sigmaringen, Jürgen Strohmaier, Lothar Hanser, Klaus Remensperger – jeweils Vorstände. (Bild: Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Bezirksvereinigung Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen)

WOCHENBLATT

Die 9 Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Bezirksvereinigung Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen haben im Geschäftsjahr 2023 erneut ihre Kraft im operativen Geschäft unter Beweis gestellt und konnten in fast allen Bereichen solide zulegen.

Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland, wie auch in unserer Region, stockt nach wie vor. Die hohen Zinssätze und Kostensteigerungen haben die Wirtschaft und die Banken stark herausgefordert. Auch für das laufende Jahr ist keine grundsätzliche Wende in Sicht. „Das wirtschaftliche und politische Umfeld wird von uns in diesem Jahr viel abfordern“ zeigt sich Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken in der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen (BZV), engagiert.

Starke Banken für eine starke Region

Im Kreditgeschäft und Einlagengeschäft wurden im Jahr 2023 solide Wachstumszahlen erzielt und setzen den Wachstumstrend der letzten Jahre weitgehend fort. So wuchsen die bilanziellen Einlagen mit 113 Mio. Euro auf 7,22 Mrd. Euro oder 1,6 Prozent. Auch die Kundenanlagen bei den genossenschaftlichen Verbundpartnern verzeichneten ein deutliches Wachstum von 570 Mio. Euro auf 4,87 Mrd. was prozentual stattliche 13,3 % ausmacht.

Die Kreditnachfrage im Langfristbereich bleibt ungebremst: So stiegen die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich trotz Zinsanstieg um 289 Mio. Euro auf 8,65 Mrd. Euro (+3,5 Prozent). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken der Bezirksvereinigung sank im Jahr 2023 auf 9,87 Milliarden Euro, was einer Abnahme von einem Prozent entspricht. Hier wirkte die Rückführung von Geldmarktgeschäften mit der EZB aus der Niedrigzinsphase bilanzverkürzend.

Das gesamte Kundenvolumen – Kredite, Einlagen und Verbundgeschäft summiert – stieg um 4,9 Prozent auf 20,74 Milliarden Euro an. Und: „Nach wie vor bieten VR-Banken in Verbindung mit dem genossenschaftlichen Institutsschutz aktuell einen der höchsten Standards im europäischen Bankensystem, was Anlegerschutz bedeutet.“

Eigenkapitalbasis weiter gestärkt

Besonders erfreulich ist die Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals: Dieses konnte im Vergleich zum Vorjahr, trotz sehr schwierigem Umfeld, weiter um 7 Prozent auf 1.064 Millionen Euro gesteigert werden. Die überdurchschnittliche Eigenkapitalbasis, mit einer sehr soliden bilanziellen Eigenkapitalquote von 10,8 Prozent (Vorjahr 9,7 Prozent), liegt weit über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Banken auch in Krisenzeiten robust und selbstständig agieren können. „Besonders in volatilen Zeiten wie heute macht sich das Fundament einer sehr guten Eigenkapitalquote bemerkbar. Immer wieder auftretende Unwuchten im wirtschaftlichen Umfeld ausgeglichen werden können“ so Lothar Hanser.

Betriebsergebnis mit leichten Bremsspuren

Das Betriebsergebnis konnte mit 66 Mio. Euro den Vorjahreswert (74 Mio. Euro) nicht ganz erreichen. Erfreulich war ein deutlich verbesserter Zinsüberschuss aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus. Gegenläufig hierzu waren inflationsbedingt höhere Belastungen sowie außerordentliche Einmaleffekte auf der Kostenseite.

Die Wertpapieranlagen, die im Vorjahr deutlich unter dem Zinsanstieg gelitten haben konnten sich im vergangenen Jahre wieder erholen, wodurch ein ausgeglichenes Bewertungsergebnis ausgewiesen werden konnte. „Qualitätswachstum, konsequentes Kostenmanagement, digitaler Wandel und ganz wichtig: persönlich, für und mit unseren Kunden agieren, sind unsere Erfolgstreiber“ so Klaus Remensperger, Vorstand der BZV. „Das macht uns zu einer der weiterhin am stärksten wachsenden Bankengruppe“.

Baufinanzierungen gehen deutlich zurück

Das gestiegene Zinsniveau und die deutliche Erhöhung bei den Baupreisen setzten den Immobilienerwerb weiter unter Druck. Die Finanzierungsanfragen sind im abgelaufenen Jahr, nach dem beginnenden Rückgang im Jahr 2022, weiter zurückgegangen. Insgesamt 2.975 Baufinanzierungen (Vorjahr 4.096) wurden für den Erwerb, die Renovierung, die energetische Sanierung oder den Bau selbst genutzter oder vermieteter Häuser und Wohnungen ermöglicht.

„Für viele Bauwillige haben die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten den Traum von einer eigenen Immobilie in weite Ferne gerückt. Unsere Beratungsstrategie der letzten Jahre mit dem Einsatz langfristiger Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren zahlt sich jetzt für unsere bestehenden Baufinanzierungskunden aus,“ ist sich Klaus Remensperger sicher.

VR Star: Die Heimat-App!

„deine heimat in einer app“ – lautet das Motto unserer VR Star-App. Unser Ziel ist es dabei, alle wichtigen Informationen aus unserer Region und diverse Services schnell und einfach an einem Ort für Sie auffindbar zu machen. Sie können nach Veranstaltungen suchen, Informationen rund um die Finanzwelt und Genossenschaften recherchieren und von den zahlreichen Vorteilen von vielen regionalen Partnern profitieren. In Kürze folgt ein Newsbereich mit aktuellen Informationen aus unserer Region und darüber hinaus. Weitere spannende Services wie Vereinsfunktionen sind in der Entwicklung.

„Wir möchten ein Netzwerk schaffen, an dem jeder teilhaben kann – nicht nur unsere Kunden und Mitglieder. Das kommt sowohl den Menschen, die hier leben zugute, als auch denjenigen, die hierherziehen oder den Touristen. Menschen, verschiedene Regionen, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und weitere Akteure werden dabei miteinander vernetzt, sodass eine starke Gemeinschaft entsteht – ermöglicht durch Ihre Volksbank oder Raiffeisenbank in der Rolle der Koordinatorin“, erklärt Jürgen Strohmaier den Ansatz von VR Star. Aktuell bieten 9 Banken – vom Bodensee bis Ulm – die Heimat-App an.

Nachhaltigkeit fest in der Bankenstrategie verankert

Eine der großen aktuellen Herausforderungen ist die Transformation unserer Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Dies erfordert für die regionale Wirtschaft, das Handwerk und die Landwirtschaft große Investitionen auf dem Weg in eine klimaneutrale Region. Die Genossenschaftsbanken begleiten diesen Prozess als Transformationspartner und -berater sowie verlässlicher Kreditgeber bei Investitionsvorhaben und -erfordernissen.

Für die Volksbanken und Raiffeisenbanken ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Nachhaltigkeitsziele integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Hierzu hat der BVR, als Dachverband der Genossenschaftsbanken in Deutschland, ein bankenspezifisches Nachhaltigkeitssystem entwickelt, das an die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet ist. Auf einem hierauf entwickelten Reifegradfächer können die Fortschritte dokumentiert werden. Die Banken können sich damit gut miteinander vergleichen.

„Es ist ein Kraftakt für unsere Gesellschaft, der sich lohnt. Gemeinsam können wir einen spürbaren Beitrag zur Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen in unserer Region und einer klimafreundlichen sowie zukunftsfähigen Wirtschaft leisten“, zeigt sich Jürgen Strohmaier zuversichtlich.

Hohe Ausbildungquote zeigt regionale Verantwortung der VR-Banken

Die Zahl der Mitarbeitenden der 9 BZV-Banken ist mit 990 Mitarbeitern (Vorjahr 1024) leicht gesunken. Nach wie vor sehr erfreulich ist die hohe Ausbildungsquote. Sie beläuft sich auf 11,3 Prozent (Vorjahr 10 Prozent). Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder, also den Eigentümern der Banken, befindet sich mit 164.803 Mitgliedern weiter auf einem stabilen Niveau. „Wir sind somit die größte Personenvereinigung in unseren Landkreisen“ erklärt Lothar Hanser stolz.

(Pressemitteilung: BZV)