Die Towerstars gewinnen das erste Derby gegen Memmingen nach 24 Jahren mit 6:5 nach Verlängerung. Dabei lagen die Ravensburger bereits mit 2:5 zurück.
Vor 3.700 Zuschauern in der ausverkauften Memminger KUTTER Arena erwischten die Towerstars zunächst den besseren Start. Rund 600 Ravensburger Fans waren mitgereist und sahen in der 5. Minute die Führung ihrer Mannschaft: Nikita Kessler schloss gemeinsam mit Louis Latta ein 2-gegen-1-Break zum 0:1 ab.
Die Antwort der Gastgeber folgte nur 64 Sekunden später. Nikita Krymskiy verwertete trotz Bedrängnis im Slot einen Rückpass zum 1:1. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen Torszenen. Die Oberschwaben erspielten sich zwar ein Chancenplus, kamen an Indians-Torhüter Michael Bitzer jedoch zunächst nicht mehr vorbei.
Effektiver zeigte sich Memmingen. Zwischen der 12. und 15. Minute kassierten die Towerstars in numerischer Unterzahl zwei Gegentreffer und gingen mit einem 1:3-Rückstand in die erste Pause.
Towerstars geraten mit 2:5 in Rückstand
Das Team von Trainer Johan Pennerborn und Assistent Eeli Parviainen hielt auch im zweiten Drittel das Tempo hoch und spielte weiter geradlinig nach vorne. Nach knapp dreieinhalb Minuten traf Robbie Czarnik aus der Halbdistanz zum 3:2-Anschluss.
Nur drei Minuten später stellte Simon Thiel mit einem Schuss zum 4:2 den alten Abstand wieder her. Konrad Fiedler im Ravensburger Tor war machtlos. Fünf Minuten später schloss Ex-Towerstars-Stürmer Ludwig Nirschl einen Konter zum 5:2 für Memmingen ab.
Nach rund 34 Minuten drohte den Ravensburgern die Vorentscheidung. Ein Memminger Stürmer war durchgebrochen und vor dem Tor zu Fall gekommen. Die Unparteiischen entschieden auf Penalty, doch Fiedler parierte den Versuch.
Kurz darauf kehrte die Hoffnung zurück. In numerischer Überzahl fälschte Mark Rassell einen Schuss von Simon Schütz leicht zum 5:3 ab.
Ravensburg gleicht innerhalb weniger Minuten aus
Im Schlussabschnitt gelang den Towerstars der benötigte schnelle Anschlusstreffer. Nach knapp drei Minuten musste Memmingen unter Druck eine weitere Strafzeit hinnehmen. Matthew Struthers nutzte das Powerplay und traf aus der Distanz zum 5:4.
Die Ravensburger legten sofort nach. Nur eineinhalb Minuten später traf Denis Pfaffengut mit einem Schuss ins rechte Kreuzeck zum 5:5. Bis zur Schlusssirene fiel kein weiterer Treffer, sodass beide Mannschaften jeweils einen Punkt sicher hatten.
In der anschließenden Verlängerung sorgten die Towerstars nach 77 Sekunden für die Entscheidung. Simon Sezemsky bediente Mark Rassell am linken Pfosten. Der kanadische Stürmer überraschte Indians-Torhüter Bitzer mit einer direkten Weiterleitung aus spitzem Winkel und erzielte den Treffer zum 6:5-Endstand.
„Als Trainer sieht man ein 11-Tore-Spiel natürlich nicht so gerne, aber Respekt an meine Jungs. Sie haben den Glauben an einen Erfolg nie verloren und sich für Kampf, Moral und Geduld wieder einmal belohnt“, sagte Towerstars-Coach Johan Pennerborn nach dem Spiel.
Mit dem Sieg schlossen die Towerstars ein 5-Punkte-Wochenende ab und rückten auf den fünften Tabellenplatz vor.
(Quelle: EVR Towerstars GmbH)