Nicht nur für Kinder Hoffnungsbären sollen auch Erwachsene trösten

Hoffnungsbären sollen auch Erwachsene trösten
Gemeinsam stark machen für die Aktion „Hoffnungsbären“: OB Dr. Daniel Rapp war bei der ersten Übergabe mit dabei. (Foto: Stadt Ravensburg)
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Ein Kuscheltier ist meist viel mehr als nur ein Spielzeug, es ist ein stiller Begleiter und ein emotionaler Anker. Ab März bringen die beliebten „Hoffnungsbären“ der Freiwilligenagentur Ravensburg nicht nur Kindern sondern auch Erwachsenen Trost.
Möglich macht das eine neue Kooperation mit dem Verein „sone“ (solidarisch netzwerken e. V.), dem Nachfolger des Katholischen Krankenpflegevereins. Der Verein finanziert künftig den Kauf der Bären für Erwachsene.

Starker Freund, der zuhört

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp bei der ersten Übergabe begeistert: „Die Hoffnungsbären sind ein starker Freund, wenn sich das Leben gerade nicht von seiner schönen Seite zeigt.“ Besonders freue ihn, dass viele Bürger beim Einkleiden der Bären mithelfen.
Auch Heribert Brugger, erster Vorsitzender von „sone“, unterstrich den sozialen Gedanken des Projekts: „Der Verein steht für Gemeinschaft und Solidarität mit den Schwächsten in der Gesellschaft. Deswegen sind wir bei den Hoffnungsbären mit dabei.“ Beim Termin im Rathaus dankte Rapp dem Vereinsvorsitzenden Brugger sowie den anwesenden Mitgliedern des „sone“-Verwaltungsrates – Bettina Wolf, Dr. Siegfried Locher, Uta Leicht und Walther Lutz – für das Engagement.

Erste Bären für die Ravensburger Clowns

Die ersten Hoffnungsbären für Erwachsene wurden an die Ravensburger Clowns e. V. übergeben. Die Vereinsvorsitzenden Christina Wallisch und Ute Dreher berichteten von ihren Erfahrungen aus der Seniorenarbeit: „Die Bären erinnern ältere Menschen an ihre Kindheit und lösen Wohlbefinden aus“, so Dreher. Wallisch ergänzte: „Mit den Hoffnungsbären entsteht eine Lobby für ältere Menschen in der letzten Lebensphase – etwas, das bislang eher selten vorkommt.“

Die Clowns konnten die Wirkung der plüschigen Begleiter in Pflegeheimen bereits eindrucksvoll beobachten. Viele demenziell erkrankte Personen oder Senioren reagierten mit Lächeln und spürbarer Nähe auf die weichen Trostspender.

Alle packen mit an

Koordiniert wird das Projekt weiterhin von der Freiwilligenagentur im städtischen Amt für Kommunikation, Politik und Gesellschaft. Abteilungsleiterin Sophie Bader und Projektkoordinatorin Antje Mayer hatten gemeinsam mit den Ravensburger Clowns den Verein „sone“ im Herbst von der Idee überzeugt. Auch der Kinderschutzbund Ravensburg bleibt fester Partner: Er übernimmt den Einkauf der Bären und damit die finanzielle Abwicklung für das Projekt. Petra Höckl vertrat den Kinderschutzbund bei der Übergabe und betonte den starken Gemeinschaftssinn aller Beteiligten.

Mitmachen erwünscht

Einrichtungen, die Erwachsene in belastenden Lebenslagen begleiten, können sich bei der Freiwilligenagentur als Partnerorganisation melden – telefonisch unter 0751 82-1211 oder per E-Mail an freiwilligenagentur(at)ravensburg.de.

Wer selbst mithelfen möchte, einen Hoffnungsbären einzukleiden, kann in der Freiwilligenagentur oder den Rathäusern in Eschach, Taldorf und Schmalegg kostenlos einen Bären abholen. Spenden an den Kinderschutzbund oder an „sone“ sind ebenfalls willkommen.

Weitere Informationen unter www.ravensburg.de/hoffnungsbaeren.

(Quelle: Stadt Ravensburg)